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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Konjunktursorgen belasten die Wall Street – Apple setzt Höhenflug zu

Enttäuschende Konjunkturdaten aus Europa setzen der Wall Street am Freitag zum Handelsbeginn zu. Zu den größten Verlieren zählt Nike.

Händler an der New Yorker Börse. Quelle: AP

New YorkApple hat zum Handelsauftakt an der Wall Street seinen Höhenflug fortgesetzt und zumindest vorübergehend Microsoft als wertvollstes Unternehmen der Welt abgelöst. Kurz nach Handelsstart legte Apple um knapp zwei Prozent zu, die Anleger hoffen vor allem auf steigende Einnahmen durch einen neuen Video-Dienst. Die Aktie hatte bereits an neun der zehn vorangegangenen Tage zugelegt.

Ansonsten zogen sich Anleger aus Furcht vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft aus dem US-Aktienmarkt zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung am Freitag um jeweils ein halbes Prozent.

Nach dem trüben Ausblick der US-Notenbank Fed am Mittwoch seien die jüngsten enttäuschenden europäischen Konjunkturdaten Wasser auf die Mühlen der Pessimisten, sagte Kim Forrest, Chef-Anleger des Vermögensverwalters Bokeh. Hier schlage wegen der engen Wirtschaftsbeziehungen die schwächelnde Konjunktur in China durch – vor allem in Deutschland.

Auch der US-Bondmarkt sendet Signale eine nahenden Rezession. Am US-Anleihemarkt werfen dreimonatige Bonds erstmals seit Sommer 2007 wieder mehr ab als zehnjährige. Die Kurzläufer rentierten am Freitag bei 2,460 und die Langläufer bei 2,450 Prozent. Üblicherweise steigt die Verzinsung mit der Laufzeit. Die aktuelle sogenannte inverse Zinskurve gilt an der Börse als Signal einer nahenden Rezession.

Zu den Verlierern am US-Aktienmarkt gehörte Nike mit einem Kursminus von 3,4 Prozent. Der weltgrößte Sportartikel-Hersteller kann von den Nachschub-Problemen beim deutschen Rivalen Adidas nicht profitieren und blieb beim Umsatzwachstum hinter den Erwartungen zurück. Im laufenden Quartal rechnet Nike nur mit einem geringen Plus.

Unter Druck stand zudem Boeing, deren Titel sich um 1,3 Prozent verbilligten. Nach dem Absturz zweier Maschinen des Typs 737 MAX binnen weniger Monate stornierte die indonesische Fluggesellschaft Garuda eine Bestellung über 49 dieser Flieger.

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