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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Netflix-Kurssturz lastet auf US-Börsen

Streaming-Pionier Netflix verliert erstmals seit acht Jahren Kunden. Kein guter Start in die Berichtssaison der großen US-Technologiekonzerne.

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Ein Wertpapierhändler auf dem Parkett der Wall Street. Quelle: dpa

New York An der Wall Street hat ein Kurssturz von mehr als zehn Prozent bei Netflix-Aktien die Stimmung getrübt. Alle drei großen Indizes fielen jeweils um 0,2 Prozent: der Dow-Jones-Index der Standardwerte stand dabei bei 27.170 Punkten, der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 8166 und der breiter gefasste S&P 500 bei 2979 Punkten.

Das Filmportal hat erstmals seit acht Jahren US-Streaming-Kunden verloren. „Dass Netflix sein ohnehin niedriges Abonnenten-Ziel verfehlt belastet die Stimmung“, sagte Analyst Ken Odeluga vom Investmenthaus Cityindex. „Kein guter Start in die Berichtssaison der großen Techkonzerne, die bald mit Microsoft-Zahlen weitergeht.“

Die bislang enttäuschenden Quartalszahlen bestärkten die Ängste der Anleger vor einem Wirtschaftseinbruch infolge des Handelsstreits mit China, sagte Anlagestratege Mark Luschini vom Vermögensberater Janney Montgomery Scott.

Die drei Hauptindizes an der Wall Street sind auf dem Weg zu ihrem stärksten wöchentlichen Rückgang der vergangenen sieben Wochen. Zuvor hatten die Hoffnungen auf eine Zinssenkung der Federal Reserve ihnen geholfen, sich von einem Einbruch im Mai zu erholen und Rekordhochs zu erreichen.

Positiv heraus stachen am heutigen Handelstag Ebay, deren Aktien um mehr als sieben Prozent auf ein Jahreshoch sprangen. Das Internet-Kaufhaus steigerte die Zahl der aktiven Käufer im zweiten Quartal um vier Prozent auf weltweit 182 Millionen.

Auch die Aktionäre des weltgrößten IT-Dienstleisters IBM zeigten sich zufrieden mit dem Wachstum im aufstrebenden Cloud-Geschäft. Die Papiere legten rund zwei Prozent zu.

Aktien von Morgan Stanley schwankten und lagen nach einem tieferen Start 0,7 Prozent im Plus. Die US-Großbank bekommt die Flaute im Investmentbanking zu spüren. Der Gewinn fiel im zweiten Quartal um zehn Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar.

Nach American und United hat auch Southwest Airlines wegen des Flugverbots für das Boeing-Modell 737 MAX weitere Flüge bis Anfang November gestrichen. So entfallen der US-Billgairline zufolge täglich 180 Flüge, weil die Flugzeuge am Boden bleiben müssen und Boeing nicht die für 2019 eingeplanten 44 neuen Maschinen liefern kann. Die US-Billigairline erklärte, aus diesem Grund auch die Einstellung neuer Piloten verschieben zu müssen. Die 737 ist nach zwei Abstürzen in Indonesien und Äthiopien mit insgesamt 346 Todesopfern seit März weltweit mit einem Flugverbot belegt. Es ist ungewiss, wann die US-Luftfahrtaufsicht FAA nach dem Überarbeiten der Technik durch Boeing das Modell wieder zulassen wird. Die Southwest-Aktie stieg um 0,3 Prozent.

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