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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Positive Signale im Handelsstreit treiben die Wall Street weiter an

Zeichen der Annäherung im Handelsstreit treiben die Indizes der Wall Street schon am zweiten Tag nach oben. Im Fokus der Anleger stehen Philip Morris und Altria.

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Ein Wertpapierhändler auf dem Parkett der Wall Street. Quelle: dpa

Die Aussicht auf weitere Gespräche im Handelsstreit der USA mit China hat die US-Börsen am Dienstag gestützt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,5 Prozent fester mit 26.014 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte ebenfalls 0,5 Prozent zu, der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,7 Prozent.

US-Präsident Donald Trump hatte auf dem G7-Gipfel in Biarritz eine neue Gesprächsrunde mit der Regierung in Peking angekündigt. Zudem will China seinen Konsum beleben und unter anderem die ins Stottern geratene Autokonjunktur anzukurbeln..

Einer Branchenstudie der Ratingagentur Moody's zufolge könnten die Erträge der Investmentbanken in den kommenden Monaten stark unter ruck geraten. Moody's senkte den Ausblick für „global investment banks“ (GIB) diesen Dienstag von „positiv“ auf „neutral“. Die Aktienkurse der jeweiligen Geldhäuser beeindruckte das jedenfalls wenig: Die großen US-Geldhäuser Goldman Sachs und JP Morgan notierten leicht im Plus, in Deutschland gehörte die Deutsche Bank ebenso zu den Gewinnern. Auch Papiere der britischen HSBC legten zu.

Am Vortag gingen die drei wichtigsten US-Indizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 mit Kurszuwächsen von mehr als ein Prozent aus dem Handel, nachdem Trump Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China signalisierte.

Der wichtigste Konjunkturindikator des heutigen Handelstages wird gegen 16 Uhr (MEZ) veröffentlicht, der Index zum Verbrauchervertrauen. Denn der Konsum bildet das Rückgrat der US-amerikanischen Wirtschaft. Analysten werden überprüfen, ob der Handelskonflikt bereits Spuren in der Konsumbereitschaft hinterlassen hat.

Weiter im Fokus stehen noch die wöchentlichen US-Rohöllagerbestände, die durch das American Petroleum Institut (API) veröffentlicht werden. Ölmarktbeobachter erwarten einen Rückgang der US-Ölreserven von 2,1 Millionen Barrel.

Blick auf die Einzelwerte

Am Aktienmarkt standen die Papiere von Philip Morris und Altria im Fokus. Die Tabak-Konzerne erklärten, sie führten Gespräche über einen Zusammenschluss zu einem Unternehmen mit einem Marktwert von mehr als 200 Milliarden Dollar. Es sei jedoch unklar, ob die Gespräche zu einer Einigung führen. Einem möglichen Deal müssten zudem noch die Verwaltungsräte sowie Aktionäre und Aufsichtsbehörden zustimmen.

Eine Fusion würde eine große Wiedervereinigung bedeuten: Die vor allem für die Zigarettenmarke Marlboro bekannten Unternehmen gehörten bereits bis 2008 zusammen. Dann wurde Philip Morris abgespalten, um die wachstumsstärkeren internationalen Geschäfte weiter zu führen, während Altria sich fortan auf den US-Markt konzentrierte.

Philip-Morris-Papiere verloren nach der Ankündigung über sechs Prozent, Altria stiegen bis zu neun Prozent. Philip Morris ist an der Börse mit zuletzt rund 121 Milliarden Dollar höher bewertet als Altria mit knapp 90 Milliarden.

Ein Gericht in Oklahoma verurteilte Johnson & Johnson zu Schadensersatz in Höhe von 572 Millionen Dollar. Grund für die Verurteilung sei laut Richter Balkman, dass Johnson & Johnson irreführendes Marketing für Schmerztabletten betrieben habe und so eine Mitschuld für die in den USA grassierende Opioidkrise habe. Da die Anklage jedoch einen Schadensersatz von 17 Milliarden Dollar gefordert hatte, legten die Aktien des Pharma-Giganten teilweise bis zu drei Prozent zu.

Das russische Konglomerat Rostec hat eine Klage gegen Boeing eingereicht, um ihre Bestellung von 35 Jets des Typs 735 Max stornieren zu können. Rostecs gab Boeing als Sicherheit für diesen Auftrag eine Anzahlung in Höhe von 35 Millionen Dollar. Diesen Betrag fordert das Unternehmen jetzt zurück, zuzüglich Zinsen und 75 Millionen Dollar „entgangenem Gewinn“.

Ingesamt soll sich die Höhe des Schadenersatzes auf 115 Millionen US-Dollar summieren, so die Financial Times. Rostec teilte jedoch mit, dass man bereit sei, eine außergerichtliche Einigung mit Boeing zu erzielen. Die Boeing-Aktie verliert bis zu ein Prozent.

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