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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Schwache Eröffnungskurse an der Wall Street

Unerwartet schwache Konjunkturdaten haben am Donnerstag die Stimmung an der Wall Street nach unten gezogen. Die Fossil-Aktie stürzt sogar regelrecht ab.

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New York Die für die USA wichtige Einzelhandelsbranche verzeichnete im Dezember die größten Umsatzeinbußen seit mehr als neun Jahren. Das schürte bei Investoren die Furcht vor einer Konjunkturabkühlung in der größten Volkswirtschaft der Welt, für die der private Konsum eine bedeutende Rolle spielt. „Im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum des vierten Quartals trübt sich die Erwartung ein“, sagte Analyst Patrick Boldt von der Helaba.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,8 Prozent auf 25.353 Punkte. Der S&P 500 gab 0,7 Prozent auf 2734 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,4 Prozent auf 7386 Stellen ein. Auch der Dollar-Index, der den Wert der US-Devise im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen abbildet, gab deutlich nach. Vor der Bekanntgabe der Einzelhandelsdaten hatten die Futures noch auf steigende Kurse an der Wall Street hingedeutet.

Die Einnahmen der US-Einzelhändler fielen 1,2 Prozent geringer aus als im Vormonat, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das kommt überraschend, hatten Ökonomen doch mit einem leichten Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet. Die Verbraucher gaben beispielsweise weniger Geld in Restaurants aus, ebenso für Bekleidung und Möbel.

Experten gehen davon aus, dass die weltgrößte Volkswirtschaft zwischen Oktober und Dezember nur noch mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,7 Prozent gewachsen ist. Im dritten Quartal hatte es noch zu einem Plus von 3,4 Prozent gereicht. 

Bei den Einzelwerten ragten die Aktien des Uhrenherstellers Fossil mit einem Kurssturz von rund 17 Prozent heraus. Der Konzern setzte im vierten Quartal deutlich weniger um als im Jahr zuvor, vor allem in Europa lief das Geschäft nach Angaben des Unternehmens schlecht. Auch im ersten Quartal 2019 sei keine Trendwende erkennbar, warnte der Vorstand.

Die Aktien von Coca-Cola verloren gut sechs Prozent. Der US-Getränkekonzern kämpft mit höheren Kosten und einer schwächeren Nachfrage und stellte für 2019 deutlich geringere Erträge in Aussicht als von Analysten erwartet.

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