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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Tech-Werte an der Wall Street brechen ein – Nasdaq verliert bis zu 5 Prozent

Blick auf das Börsengebäude in New York. Quelle: AP

Schwache Konjunkturdaten belasten die Stimmung an der Wall Street. Die wichtigsten US-Indizes verzeichnen im Frühhandel deutliche Verluste.

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Nach dem jüngsten Höhenflug geht es an der Wall Street am Donnerstag kräftig bergab. Vor allem Technologiewerte sind betroffen. Der Nasdaq notierte zuletzt fünf Prozent schwächer bei 11.800 Punkten. Beobachter vermuten größere Gewinnmitnahmen bei den Börsenfavoriten der vergangenen Monate. Alphabet und Amazon verloren über vier Prozent, Apple 6,5 und Tesla acht Prozent.

Auch die übrigen Indizes starteten mit kräftigen Abschlägen in den Frühhandel. Nachdem der Dow Jones-Index der Standardwerte kauf verändert eröffnet hatte, fiel er in den ersten Handelsstunden mit Abschlägen von bis zu 2,5 Prozent wieder deutlich unter die Marke von 29.000 Punkten. Der S&P 500 verlor drei Prozent auf 3470 Punkte.

Dabei waren die US-Börsen zuletzt einmal mehr auf Rekordjagd. Der Dow Jones etwa lag zuletzt etwa auf dem Niveau von Mitte Februar. Dennoch gab es immer wieder Anzeichen, dass eine Korrektur bevorsteht.

Zum einen ist sogenannte Marktbreite nicht mehr gegeben. An der Börse gilt: Steigt eine Mehrzahl der im Index enthaltenen Werte, gilt eine Rally als gesund. Doch zuletzt stieg beispielsweise der S&P 500 nur noch, weil einige wenige hochgewichtete Aktien gut performten.

Und auch der US-Volatilitätsindex Vix, das Angstbarometer der Börse, stieg zuletzt, obwohl er normalerweise bei steigenden Aktienkursen fallen müsste. Ein höherer Vix bedeutet: Anlagerprofis erwarten in den kommenden Handelstagen deutliche höhere Schwankungen am Aktienmarkt. Am Donnerstag stieg der Vix um 14 Prozent auf über 30 Punkte.

Die Verluste an der Wall Street wirkten sich auch negativ auf den Handel in Frankfurt aus. Der Dax, der zwischenzeitlich in die Nähe seines Allzeithochs geklettert war, gab die anfänglichen Gewinne wieder ab und notierte zuletzt 0,5 Prozent im Minus.

Neue Konjunkturdaten konnten zunächst keine Impulse verleihen. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel etwas geringer aus als befürchtet. Am Freitag folgen offizielle Arbeitsmarktdaten, die Investoren mit Spannung erwarten.

Überraschenderweise stieg das US-Außenhandelsdefizit im Juli auf den höchsten Stand seit zwölf Jahren. Die Einfuhren haben die Ausfuhren im Juli um fast 64 Milliarden Dollar übertroffen.

Für Aktienanleger lieferten diese Zahlen dennoch einen Lichtblick, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. „Sie bestätigen, dass die Wirtschaft auf Erholungskurs ist, aber noch ein langer Weg vor uns liegt.“ Dies bedeute, dass die US-Notenbank Fed auf absehbare Zeit an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik festhalten werde.

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