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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Trumps Zoll-Ankündigung setzt Wall Street erneut zu

Die neuesten Eskalationen im Handelsstreit versetzen die US-Börsen weiterhin in Unruhe. Zu den Verlieren zählt auch der Techkonzern Apple.

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Der US-Leitindex Dow Jones gab am Freitag zu Handelsbeginn 0,2 Prozent auf 26.528 Punkte nach. Quelle: AP

New York Die Eskalation im Zollstreit mit China macht der Wall Street erneut zu schaffen. Der US-Leitindex Dow Jones gab am Freitag zu Handelsbeginn 0,2 Prozent auf 26.528 Punkte nach. Der weiter gefasste S&P 500 fiel um 0,3 Prozent auf 2943 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,7 Prozent auf 8056 Stellen ein. Bereits am Donnerstag hatten die großen Börsenbarometer jeweils etwa ein Prozent verloren.

Grund für den anhaltenden Verkaufsdruck ist die Ankündigung weiterer US-Strafzölle auf chinesische Waren durch US-Präsident Donald Trump. Die Regierung in Peking kündigte Gegenmaßnahmen an. „Der Burgfrieden zwischen den USA und China ist damit offenbar vom Tisch“, sagte Joseph Quinlan, leitender Anlagestratege bei Bank of America Merrill Lynch. Vor dem Hintergrund der schwächelnden Weltwirtschaft versetze dies der Anlegerstimmung einen weiteren Schlag.

Der Aufbau neuer Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft habe sich wie erwartet verlangsamt, sagte Scott Brown, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Raymond James. Dies deute auf eine weitere US-Zinssenkung im September oder Oktober hin. Ein Dilemma für die Notenbank Fed sei allerdings, dass wegen der zusätzlichen Strafzölle eine anziehende Inflation drohe.

Einzelwerte im Fokus

Zu den Verlierern an der Wall Street zählte mit einem Kursminus von rund zwei Prozent das Index-Schwergewicht Apple. Schon am Vortag war die Aktie abgesackt. Der iPhone-Anbieter gilt als einer der Haupt-Leidtragenden des Zollstreits. Die ebenfalls stark vom China-Geschäft abhängigen Chip-Hersteller AMD, Intel und Micron büßten bis zu 2,7 Prozent ein. Vor allem das Unternehmen NetApp, das im Bereich der Datenspeicherung tätig ist, verlor mit einem Minus von mehr als 19 Prozent an diesem Freitag ordentlich an Wert.

Auch für das Telekommunikaionsunternehmen Cisco Systems beginnt der letzte Handelstag der Woche mit schlechten Zahlen. Die Papiere verloren im frühen Handel fast drei Prozent an Wert. Mit einem Minus von zwei Prozent geht es zudem auch für die US-Großbank Goldman Sachs bergab. Auch der Online-Bezahldienst Paypal sackte an der Technologiebörse Nasdaq um mehr als drei Prozent ein.

Mehr: Mit seinen jüngsten Zolldrohungen provoziert der US-Präsident neue Eskalationen im Handelsstreit. Das belastet das ohnehin schon unsichere Marktumfeld weiter.

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