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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Anleger setzen auf Einigung im Zollstreit mit China

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Zollstreits mit China lockt weitere Anleger an die US-Börsen zurück. Firmen mit großem China-Geschäft sind gefragt.

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Die Aktien von Airbus rutschten ab. Quelle: AP

New York Die Wall-Street-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 sind zur Eröffnung am Montag jeweils rund 0,5 Prozent gestiegen.

Einem Insider zufolge ist eine Einigung zwischen den beiden weltweit größten Volkswirtschaften in greifbarer Nähe. US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Kollege Xi Jinping könnten ein Abkommen bei einem Gipfel Ende März besiegeln, berichtete das „Wall Street Journal“ ergänzend.

In diesem Rahmen könnten die gegenseitigen Strafzölle gesenkt oder gar komplett aufgehoben werden. Es liege aber noch eine Menge Arbeit vor den Verhandlungsführern, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. Dies gelte vor allem in der Frage des Schutzes intellektuellen Eigentums.

Die Spekulationen auf einen baldigen Deal ermunterten Anleger zum Einstieg bei Firmen mit einem großen China-Geschäft. Die Aktien des Airbus-Rivalen Boeing, des Baumaschinen-Herstellers Caterpillar sowie der Chip-Anbieter Intel und AMD gewannen bis zu ein Prozent.

Die Titel von DaVita rutschten dagegen um 2,2 Prozent ab. Die USA wollen die Behandlungskosten für Dialyse-Patienten reduzieren und daher künftig Therapien daheim statt in speziellen Kliniken favorisieren. DaVita und der deutsche Rivale Fresenius Medical Care (FMC) betreiben in den USA mehr als 5000 Dialyse-Zentren und kommen damit auf einen Marktanteil von rund 70 Prozent. Die im Dax notierten FMC-Papiere gaben 2,4 Prozent nach.

Der Rücktritt von Firmenchef Fabio Schvartsman und weiterer hochrangiger Manager macht Vale-Anleger nervös. Die in den USA notierten Aktien des brasilianischen Bergbaukonzerns verloren am Rosenmontag zur Eröffnung 2,8 Prozent. Die Börse Sao Paolo blieb wegen Karneval geschlossen.

Die Führungskrise und die anhaltenden Ermittlungen rund um das Minen-Unglück vom Januar sorgten unter Anlegern für starke Verunsicherung bezüglich Firmenstrategie und Geschäftsaussichten, warnten die Analysten der Investmentbank Jefferies.

Wegen des verheerenden Dammbruchs im Rückhaltebecken einer Mine hatte die Staatsanwaltschaft die Entlassung der Manager empfohlen. Bei dem Unglück waren mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen.

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