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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Anleger warten auf Hilfspaket – Amazon-Chef verkauft Aktien in Milliarden-Höhe

Die US-Börsen notieren am Donnerstag zunächst kaum verändert. Die Aktie von Western Digital verliert nach einem Umsatzrückgang mehr als 12 Prozent.

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In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Quelle: dpa

US-Anleger wagen sich vor neuen Gesprächen über ein weiteres Corona-Hilfspaket kaum aus der Deckung. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete am Donnerstag 0,1 Prozent schwächer bei 27.193 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq notierten unverändert bei 3323 beziehungsweise 10.995 Punkten. „Derzeit legen die Leute eine kleine Pause ein, weil wir etwas Unsicherheit wegen des Virus haben, und auch beim Hilfspaket scheint wenig voranzugehen“, sagte Faron Daugs, Chef bei Harrison Wallace Financial.

Die Spitzenvertreter der Demokraten und Vertreter des US-Präsidialamts wollen am Donnerstag einen weiteren Versuch starten, sich doch noch auf ein Hilfspaket zu einigen. Dabei geht es vor allem um die Unterstützung der Millionen von Menschen, die in der Coronakrise ihren Arbeitsplatz verloren haben. Allein in der abgelaufenen Woche meldeten sich erstmals 1,2 Millionen Menschen arbeitslos, etwas weniger als erwartet.

Einzelwerte im Fokus

Zu den größten Verlierern im Nasdaq gehörten die Papiere von Western Digital mit einem Minus von 12,6 Prozent. Der Computerzulieferer setzte im abgelaufenen Quartal weniger um als erwartet und rechnet auch für das laufende Vierteljahr nicht mit Besserung. Auch die Titel des Kreuzfahrtanbieters Norwegian Cruise und des Hotelkonzerns Hilton gehörten ebenfalls zu den Verlierern. Beide Unternehmen leiden massiv unter der Pandemie, die den Tourismus einbrechen lässt.

Amazon-Chef Jeff Bezos nutzt den jüngsten Kursanstieg und macht Kasse. In den vergangenen Tagen verkaufte er Aktien des von ihm gegründeten Online-Handelshauses im Wert von 3,1 Milliarden Dollar, wie aus Börsenunterlagen vom Mittwoch hervorgeht. Seit Jahresauftakt haben die Amazon-Aktien 73 Prozent an Wert gewonnen. Das Unternehmen profitiert von der Corona-Pandemie, weil viele Menschen, die von Ausgangssperren betroffen sind, Waren online bestellen.

Bezos hatte angekündigt, jährlich Aktien im Wert von etwa einer Milliarde Dollar zu verkaufen, um sein Raketen-Unternehmen Blue Origin zu finanzieren. Nach den jüngsten Verkäufen gehören ihm noch 54,5 Millionen Amazon-Papiere im Wert von rund 174,64 Milliarden Dollar. Bezos ist der reichste Mann der Welt. Die Amazon-Aktie bewegte sich am Donnerstag zunächst kaum und notierte zuletzt bei 3200 Dollar.


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