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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen starten schwach – Zweifel an raschem Deal mit China belasten

US-Präsident Trump will das geplante Handelsabkommen nur unterschreiben, wenn es der „richtige Deal“ für Amerika sei. Eine Pharmaaktie verliert fast 70 Prozent.

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Ein Händler auf dem Börsenparkett. Quelle: dpa

Wieder aufkeimende Zweifel an einer raschen Entschärfung des Zollstreits mit China belasten die US-Börsen. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung am Montag um bis zu 0,5 Prozent.

Genährt wurde die Skepsis von Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump, er werde das geplante Handelsabkommen nur unterschreiben, wenn es der „richtige Deal“ für Amerika sei. Zuvor hatte er bereits Spekulationen auf einen Abbau der gegenseitigen Strafzölle gedämpft.

Damit schwänden auch die Hoffnungen auf einen Schub für die Weltwirtschaft, sagte Analyst Lee Hardman von der Bank Mitsubishi UFJ. „Nichtsdestotrotz werden Anleger wohl weiter darauf setzen, dass die USA und China vorankommen und das Teilabkommen vor Jahresende unterzeichnen.“

US-Werte, deren Geschäft stark vom Handel mit China abhängt, gerieten unter Druck. Die Aktien des Baumaschinen-Herstellers Caterpillar, sowie der Chipfirmen AMD und Micron büßten bis zu 1,3 Prozent ein.

Einzelwerte im Fokus

Die erneute Ablehnung des US-Zulassungsantrags für ein Medikament zur Behandlung von Testosteron-Mangel brockt Lipocine den größten Kurssturz der Firmengeschichte ein. Die Aktien der Pharmafirma verlieren im US-Handel fast 70 Prozent und sind mit 0,82 Dollar so billig wie noch nie.

Die Aktien von Walgreens Boots Alliance legten um 5,5 Prozent zu, nachdem der Wirtschaftsdienst Bloomberg berichtete, dass KKR & Co sich formell an den Apothekenriesen gewandt hatte, um den größten Leveraged Buyout aller Zeiten zu erreichen.

Eine gestrichene Quartalsdividende drückt Tupperware auf ein Rekordtief. Die Aktien des Anbieters von Frischhalte-Dosen fallen fünf Prozent auf 8,87 Dollar. Vor einigen Tagen hatte das Unternehmen, zu dem auch die Kosmetik-Marken Fuller und Nutrimetics gehören, enttäuschende Zahlen vorgelegt.

Die geplante Aufspaltung von SunPower kommt bei Anlegern gut an. Die Aktien der Solarfirma steigen um elf Prozent. Die Tochter des französischen Ölkonzerns Total will ihre Solarelemente-Produktion unter dem Namen Maxeon abtrennen und an die Börse bringen. SunPower soll sich auf Vertrieb, Energie-Speicherung und Dienstleistungen konzentrieren.

Unter anderem fiel Qualcomm um drei Prozent, nachdem Morgan Stanley den Chiphersteller von „übergewichten“ auf „neutral“ herabgestuft hatte. Die Aktien von Cisco Systems fielen um 1,5 Prozent, da Piper Jaffray sein Rating für den Hersteller von Netzwerkgeräten von „übergewichten“ auf „neutral“ herabsetzte.

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