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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen starten schwächer – Beyond-Meat-Aktien verlieren mehr als 20 Prozent

Die Ergebnisse der S&P-500-Unternehmen im dritten Quartal waren bislang weitgehend besser als erwartet. Pharmakonzerne bestätigen heute diesen Trend.

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Ein Händler auf dem Börsenparkett. Quelle: AP

Durchwachsene Geschäftszahlen einiger Großkonzerne setzen dem Höhenflug der US-Börsen ein vorläufiges Ende. Außerdem hielt der anstehende Zinsentscheid der Notenbank Fed Investoren von größeren Engagements ab. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 bröckelten zur Eröffnung am Dienstag um bis zu 0,3 Prozent ab, nachdem Letzterer am Montag auf ein Rekordhoch von 3044,08 Punkten geklettert war.

Nach Einschätzung von John Brady, Manager beim Brokerhaus R.J. O'Brien & Associates, ist der aktuelle Rücksetzer nur eine Verschnaufpause. „Die Firmenbilanzen sind weiterhin insgesamt recht ordentlich in Bezug auf die Aussagen zum Ausblick.“ Einen Schub für die Konjunktur versprechen sich Investoren zudem von der für Mittwoch erwarteten Zinssenkung der US-Notenbank. Uneins waren sich Experten jedoch, ob Fed-Chef Jerome Powell weitere Schritte in den kommenden Monaten signalisieren wird.

Die Ergebnisse der S&P-500-Unternehmen im dritten Quartal waren bislang weitgehend besser als erwartet. 78 Prozent der 204 Unternehmen, die bislang Zahlen vorgelegt haben, meldeten laut Daten des Unternehmens Refinitiv Gewinne über den Erwartungen der Analysten.

Hoffnungen auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China und die Erwartung einer weiteren Zinssenkung durch die US-Notenbank trieben den Benchmark S&P 500 am gestrigen Montag auf ein Rekordhoch. Auch der Nasdaq-Index lag nur fünf Punkten unterhalb seines Allzeithochs von Ende Juli.

Einzelwerte im Fokus

Beyond Meat: Nach Ablauf der Haltefrist nehmen die Anleger beim US-Fleischersatzhersteller Beyond Meat Reißaus. Die Papiere gaben am Dienstag 20 Prozent nach und waren damit der größte Verlierer. Sie dürften damit auf dem niedrigsten Stand seit fünf Monaten in den Handel gehen. „Etwa drei Viertel der Beyond-Meat-Aktien fallen am Dienstag aus der Haltefrist“, sagte JPMorgan-Analyst Ken Goldman. Die Aktien waren im Mai für 46 Dollar auf den Markt gebracht waren. Bis Juli hat sich der Kurs verfünffacht, seither aber wieder deutlich nachgegeben.

Kellogg: Der US-Cornflakes-Anbieter hat im dritten Quartal weniger umgesetzt, dabei aber etwas besser abgeschnitten als erwartet. Die Erlöse sanken aufgrund der Veräußerung der Marke Keebler Biscuits sowie anderer Vermögenswerte um 2,8 Prozent auf 3,37 Milliarden Dollar. Organisch legte der Umsatz um 2,4 Prozent zu. Analysten hatten 3,35 Milliarden Dollar erwartet. Kellogg habe von der Nachfrage nach seinen Snacks wie Pringles, Cheez-It und Pop-Tarts profitiert. Die Aktie legt um 3,6 Prozent zu.

Merck&Co: Der US-Pharmakonzern ist mit seiner Krebsimmuntherapie Keytruda auf Höhenflug. Erstmals setzte Merck & Co mit der Arznei in einem einzelnen Quartal mehr als drei Milliarden Dollar um und übertraf damit die Erwartungen. Keytruda hat sich inzwischen als Hauptbehandlung für neu diagnostizierte Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs etabliert, dem für die Pharmaindustrie lukrativsten Markt in der Krebsmedizin. Die Zahlen bescheren der Aktie ein Plus von 2,6 Prozent.

Mastercard: Der Kreditkartenanbieter hat im dritten Quartal von zunehmenden Transaktionen profitiert und mehr verdient. Der zweitgrößte Zahlungsabwickler verzeichnete einen Anstieg des Nettogewinns um elf Prozent auf 2,11 Milliarden Dollar. Dennoch gibt das Papier 0,6 Prozent nach.

Pfizer: Der US-Pharmariese hat nach einem unerwartet hohen Gewinnanstieg im dritten Quartal seine Ziele angehoben. Im vergangenen Jahresviertel kletterte der Nettogewinn auf 7,68 Milliarden Dollar von 4,11 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Das lässt den Titel um 3,3 Prozent steigen.

Alphabet: Die Google-Mutter blieb mit ihrem Quartalsergebnis dagegen hinter den Erwartungen zurück. Ihre Aktien gaben 1,4 Prozent nach. Kopfschmerzen bereiteten Investoren die gestiegenen Kosten. „Das Rennen mit Amazon und Microsoft um die Vorherrschaft im Bereich Online-Werbung hat seinen Preis“, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com.
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