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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen verlieren an Schwung – Aktien von Pharmakonzernen jedoch gefragt

Unter Verkaufsdruck stehen in den USA erneut Aktien von Unternehmen, die von den Beschränkungen während der Pandemie bisher profitiert hatten.

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Positive Daten zu einem Corona-Impfstoff bewegen die Kurse vieler Aktien. Quelle: Reuters

Die Euphorie über die Fortschritte bei der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs ebbt etwas ab. Der US-Standardwerteindex Dow Jones stieg im Handelsverlauf am Dienstag um 0,8 Prozent, nachdem er am Montag den größten Tagesgewinn seit einem knappen halben Jahr verbucht hatte. Der breit gefasste S&P 500 fiel um 0,5 Prozent, der technologielastige Nasdaq gab zeitweise um knapp zwei Prozent nach.

Unter Verkaufsdruck standen erneut die Profiteure der Pandemie-bedingten Beschränkungen der vergangenen Monate. Die Aktien des Online-Händlers Amazon, des Streaming-Dienstes Netflix oder des Elektronik-Konzerns Apple büßten bis zu 1,6 Prozent ein. Im Vergleich zum Jahreswechsel lagen die Papiere aber immer noch zwischen 45 und 70 Prozent im Plus.

Der aktuelle Kursabschwung könnte länger andauern, prognostizierte Art Hogan, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters National Securities. „Sie basiert auf der Tatsache, dass wir Hinweise dafür haben, das sich die Lage verbessert.

Am Montag hatten die Mainzer Firma Biontech und ihr US-Partners Pfizer mit ermutigenden Test-Ergebnissen Hoffnungen auf die rasche Zulassung ihres Coronavirus-Impfstoffs geschürt und an den Börsen weltweit ein Kursfeuerwerk ausgelöst. Die Aktien dieser beiden Firmen bauten ihre Gewinne am Dienstag aus.

Parallel dazu zogen die Titel von Curevac um gut zehn Prozent an, nachdem die Tübinger Firma detaillierte Ergebnisse einer klinischen Studie für ihren Corona-Impfstoff vorgelegt hatte.

Gefragt waren auch die Papiere des Pharmakonzerns Eli Lilly, die sich um rund drei Prozent verteuerten. Die US-Gesundheitsbehörde erteilte einem Mittel für die Behandlung von Corona-Patienten eine Notfall-Zulassung. Dies schmälere die Erfolgsaussichten des Medikamenten-Kandidaten von Regeneron, kommentierten die Analysten des Brokerhauses SVB Leerink. Die Aktien des Eli Lilly-Rivalen fielen um ein knappes Prozent.

Blick auf die Einzelwerte

Eli Lilly: Die Notfallzulassung eines Corona-Medikaments stützt die Aktien des US-Pharmakonzerns. Die US-Pharmaaufsicht FDA hatte am Montag die Antikörperbehandlungsmethode des Unternehmens für die Notfallanwendung bei Corona-Kranken zugelassen. Eli Lilly geht davon aus, in diesem Jahr bis zu eine Million Dosen zu produzieren. Die Aktie legte zunächst um mehr als drei Prozent zu.

Pfizer: Der US-Pharmakonzern schließt einen Zuliefervertrag mit der Firma Croda. Die Spezialchemiefirma soll in den kommenden fünf Jahren Hilfsstoffe für den von Pfizer und Biontech entwickelten Coronavirus-Impfstoff produzieren. Pfizer-Aktien legen in den USA zunächst um gut zwei Prozent zu. Croda-Titel steigen in London zeitweise um gut neun Prozent auf 6800 Pence.

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