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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Präsident Trump schickt die Wall Street zur Eröffnung ins Minus

Investoren hatten in den vergangenen Wochen in Erwartung einer Teileinigung im Zollstreit bereits Vorschusslorbeeren verteilt. Nun kehrt Ernüchterung ein.

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Zweifel an einem baldigen Handelsdeal mit China haben die US-Börsen am Mittwoch gebremst. Auch die anhaltenden Proteste in Hongkong verunsicherten die Anleger. Die drei führenden Indizes fielen jeweils um 0,4 Prozent. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab auf 27.595 Punkte, der breiter gefasste S&P 500 auf 3079 und der Index der Technologiebörse Nasdaq auf 8452 Punkte nach.

Investoren hatten in den vergangenen Wochen in Erwartung einer Teileinigung im Zollstreit bereits Vorschusslorbeeren verteilt und die US-Börsenbarometer damit auf Rekordfahrt geschickt. US-Präsident Donald Trump dämpfte die Hoffnungen allerdings. Die Unterzeichnung eines Teilabkommens sei zwar in Kürze möglich, sagte er. Allerdings werde er einem Vertrag nur zustimmen, wenn er gut für die USA sei. Wenn es keine Einigung gebe, würden US-Zölle auf China-Importe deutlich erhöht.

Die Inflation in den USA zieht überraschend an. Die Verbraucherpreise legten im Oktober um 1,8 Prozent zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten damit gerechnet, dass sich die Teuerungsrate auf dem Vormonatswert von 1,7 Prozent stabilisieren würde.

Die Notenbank Fed soll Vollbeschäftigung fördern und für stabile Preise sorgen. Ersteres hat sie praktisch erreicht, doch die Inflation bleibt relativ niedrig. Die Währungshüter achten hier besonders auf Preisveränderungen bei persönlichen Verbraucherausgaben, wobei Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert werden. Der Kern-Verbraucherpreisindex ist gegenüber dem Vorjahr auf 2,4 Prozent gestiegen.

„Der Anstieg der Gesamtinflation und die Kern-Teuerungsrate oberhalb von zwei Prozent setzen die US-Notenbank nicht unter Druck, die Geldpolitik erneut zu lockern“, meinen die Experten der Helaba nach der Veröffentlichung der Inflationszahlen. „Vielmehr dürften sich die Währungshüter in ihrer Absicht bestätigt sehen, in einer abwartenden Haltung zu verharren. Zinssenkungserwartungen bleiben wohl gedämpft.“

Einzelwerte im Fokus

Chip-Hersteller, die einen beträchtlichen Teil des Umsatzes in China erzielen, verloren deutlich. Die Aktienkurse von Nvidia, Micron Technology und Intel gaben rund ein Prozent nach.

Die Aktien von der Alibaba Group fielen um 0,9 Prozent. Grund war ein Bericht, nachdem der chinesische E-Commerce-Riese geplant hatte, bereits am Donnerstag ein Zweitlisting an der Börse in Hongkong zu starten.

Die verschärften Spannungen in Hongkong trübten auch die Stimmung, nachdem die Polizei gewarnt hatte, dass die Gewalt im Zusammenhang mit regierungsfeindlichen Protesten ein tödliches Ausmaß erreicht habe und dass die asiatische Finanzzentrale an den „Rand eines Totalausfalls“ gedrängt worden sei.

Die Aktien von Smile Direct Club brachen um 15 Prozent ein, da das Zahnreinigungs-Unternehmen einen größeren Quartalsverlust verzeichnete als erwartet.

Tech Data gewann 3,8 Prozent, nachdem angekündigt wurde, dass Private Equity Apollo Global Management das US-Unternehmen bei einem Deal im Wert von 5,4 Milliarden US-Dollar kaufen würde.

Ein versechsfachter Umsatz und ein überraschend niedriger Verlust ermunterte dagegen Anleger zum Einstieg bei Luckin Coffee. Die in den USA notierten Aktien des chinesischen Starbucks-Rivalen gewannen 13,5 Prozent. Starbucks-Papiere lagen nahezu unverändert.

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