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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street eröffnet fast drei Prozent im Plus – US-Anleger in Kauflaune

Auch die Wall Street legt nach den positiven Entwicklungen der US-Arbeitslosenzahlen zu. Anleger greifen vor allem zu Finanzwerten.

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In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Quelle: dpa

Unerwartet positive Arbeitsmarktdaten haben die US-Börsen am Freitag beflügelt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte zum STart um 2,8 Prozent auf 27.024 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 2,3 Prozent auf 3182 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,6 Prozent auf 9774 Punkte.

Die Arbeitslosenquote in den USA ist überraschend gesunken und lässt auf ein Abklingen der Folgen der Viruskrise hoffen. Sie ging im Mai auf 13,3 Prozent von 14,7 Prozent im April zurück, wie die Regierung am Freitag mitteilte. Experten hatten mit einem Anstieg auf 19,8 Prozent gerechnet.

Wie aus einer getrennt ermittelten Umfrage hervorgeht, wurden im vorigen Monat rund 2,5 Millionen Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Die von Reuters befragten Ökonomen wurden auch hier auf dem falschen Fuß erwischt: Sie hatten mit einem Abbau von acht Millionen gerechnet. US-Präsident Donald Trump beglückwünschte sich selbst auf Twitter zu dem „wirklich großartigen Job-Bericht“ und kündigte für den Nachmittag (16.00 MESZ) eine Pressekonferenz an.

Auch am deutschen Aktienmarkt setzte sich der positive Trend am Freitag fort. Der Dax legte bereits im Frühhandel deutlich zu und baute seine Gewinne später aus. Nach Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten lag der Leitindex drei Prozent im Plus bei 12.800 Punkten.

Volkswirt Ulrich Wortberg von der Helaba verweist darauf, dass im Mai auch die Stundenlöhne nachgaben: „Möglicherweise werden schlechter bezahlte Jobs wieder verstärkt aufgebaut. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Verbesserung am Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten fortsetzt“, so Wortberg. Wie schnell eine „Art Normalität“ zurückkehre, lasse sich schwer abschätzen.

Anleger griffen vor allem bei Finanzwerten zu. Papiere von Bank of America, Citigroup und JPMorgan gewannen bis zu 8,5 Prozent. Investoren wetteten auch auf eine Erholung der Nachfrage im Luftfahrtsektor, was Titel von Boeing, American Airlines Group und United Airlines antrieb.

Die US-Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell haben bereits billionenschwere geldpolitische Stützungsprogramme in der Krise aufgelegt. Ihren Leitzins hat die Fed in der Krise auf die Spanne von null bis 0,25 Prozent abgesenkt. Experten erwarten, dass sie ihn auf der nächsten Sitzung am Mittwoch konstant halten wird: „Negativzinsen kommen für die Fed weiterhin nicht in Frage“, meint Commerzbank-Experte Weidensteiner.

Spekulationen auf verlängerte Förderbremsen der Erdölproduzenten halfen den Ölpreisen nach oben und machten Aktien aus dem Öl- und Gas-Sektor begehrt. Die Papiere von Exxon und Chevron kletterten um bis zu 7,2 Prozent.

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