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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street eröffnet leicht schwächer – Börsendebüt von Uber

Der andauernde Handelskonflikt belastet die Stimmung an der New Yorker Börse. Mit Spannung richten sich die Blicke indes auf den Börsenstart von Uber.

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New York Der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie der Uber-Börsengang bestimmen das Geschehen an der Wall Street am letzten Handelstag der Woche. Die wichtigsten Indizes starten im Minus, allerdings mit überschaubaren Kursabschlägen.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,3 Prozent schwächer bei 25.768 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,4 Prozent auf 2860 Zähler nach, der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,45 Prozent auf 7550 Punkte.

Die Zollerhöhungen für Produkte aus China traten am Freitag in Kraft. Die Führung in Peking kündigte umgehend Gegenmaßnahmen an. US-Präsident Donald Trump dämpfte während der laufenden Verhandlungen Erwartungen an eine rasche Einigung. Es gebe absolut keinen Grund zur Eile, twitterte er.

Am Aktienmarkt herrscht dennoch Unsicherheit. „Am Ende wird Trump einen Deal hinbekommen, aber bis dahin müssen wir damit leben, wie er es macht“, sagte Stratege Andre Bakhos vom Vermögensberater New Vines Capital. „Es wird viele Kursschwankungen geben, bis Klarheit herrscht.“

Einzelwerte im Fokus

Trotz des unsicheren Marktumfeldes wagte sich der Fahrdienstvermittler Uber nun an die Börse. Das vor zehn Jahren gegründete Technologieunternehmen aus Kalifornien, das noch immer keine Gewinne schreibt, kommt auf eine Gesamtbewertung von mehr als 82 Milliarden Dollar. Damit ist es einer der größten Börsengänge seit Jahren. Platziert wird zunächst ein Anteil von rund zehn Prozent. Der erste Preis wird gegen 18 Uhr deutscher Zeit erwartet.

Das Uber-Management um Vorstandschef Dara Khosrowshahi läutete wie traditionell üblich die New Yorker Börsenglocke, um den Handelstag zu eröffnen. Allerdings hatte Uber seine Aktien nicht so erfolgreich wie vom Unternehmen erhofft bei Investoren losschlagen können. Der Ausgabepreis wurde am Vorabend auf 45 Dollar je Aktie festgelegt und bewegt sich damit am unteren Ende der anvisierten Preisspanne von 44 bis 50 Dollar. Uber erlöst rund 8,1 Milliarden Dollar (7,2 Mrd Euro).

Angesichts der schlechten Stimmung am Markt hatte sich bereits abgezeichnet, dass die Nachfrage nach den Papieren eher verhalten sein dürfte. Für Skepsis sorgte auch schon länger, dass Ubers kleinerer Rivale Lyft, der im März an die Börse ging, besonders unter Druck steht. Uber hatte bei der Festlegung der Preisspanne bereits zurückhaltend agiert. Voriges Jahr wurde Uber noch eine Bewertung von 120 Milliarden Dollar zugetraut.

Nach einer Gewinnwarnung und dem überraschenden Abgang des Konzernchefs brachen die Aktien des Antivirus-Softwareherstellers Symantec um knapp siebzehn Prozent ein. Ein überraschend hohes Gewinnwachstum im ersten Quartal trieb die Aktien des Online-Einzelhändlers JD.Com um sechs Prozent in die Höhe.

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