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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street öffnet im Plus – US-Industrie verliert an Schwung

Alle drei Börsen-Indizes öffnen rund ein Prozent fester, nachdem sie vergangene Woche den steilsten Rückgang seit Oktober verzeichnet hatten.

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In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Quelle: dpa

Nach einer der schlechtesten Wochen seit Langem starten die US-Börsen am Montag mit Gewinnen in den Februar. Der Dow Jones öffnete 0,9 Prozent fester bei 30.245 Punkten, der technologielastige Nasdaq steigt 1,3 Prozent auf 13.087 Zähler. Der breit gefasste S&P 500 notiert 1,1 Prozent im Plus bei 3754 Punkten.

Während die Gewinnmeldungen am Montag dünn gesät waren, verlagerte sich der Fokus der Privatanleger auf Silber, wobei die Minenaktien in die Höhe schnellten und das Metall zum ersten Mal seit 2013 die Marke von 30 Dollar je Unze überschritt.

Die wichtigsten Indizes an der Wall Street verzeichneten in der vergangenen Woche den steilsten Wochenrückgang seit Oktober, da die Anleger die Auswirkungen der neuesten Ergebnisse der Covid-19-Impfstoffstudie vom Freitag abschätzten und eine Pattsituation zwischen Hedgefonds an der Wall Street und Privatanlegern die Volatilität noch erhöhte.

Der Gamestop-Kurs war in den vergangenen zwei Wochen um rund 2000 Prozent gestiegen. Kleinanleger hatten Hedgefonds, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, mit konzertierten Käufen und den daraus resultierenden Kursanstiegen bei den entsprechenden Aktien dazu gezwungen, ihre Wetten aufzulösen.

Laut Analysten von JP Morgan Chase ist es unwahrscheinlich, dass der Kampf zwischen Kleinanlegern und Hedgefonds einen größeren Rückschlag für die Märkte bedeutet.

US-Industrie wächst nicht mehr so schnell

Die US-Industrie hat zu Jahresbeginn etwas mehr an Schwung eingebüßt als erwartet. Der Einkaufsmanager-Index im Januar ging auf 58,7 Punkte von 60,5 Zählern im Dezember zurück, wie aus der am Montag veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht.

Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 60,0 Punkte gerechnet. Mit einem Wert von weit über 50 Zählern signalisiert das Barometer trotz des Rückgangs jedoch noch immer kräftiges Wachstum.

Laut Helaba-Volkswirt Patrick Boldt ist das Niveau noch sehr hoch und spricht für eine freundliche Perspektive in der Branche: „Die US-Notenbank wird gleichwohl an ihrer expansiven Ausrichtung vorerst festhalten, denn die Corona-Krise bremst die konjunkturelle Dynamik noch aus. Dies trifft besonders auf den Dienstleistungssektor zu.“

Der US-Immobilienmarkt hatte unterdessen Ende vorigen Jahres weiter Rückenwind. Die Bauausgaben legten im Dezember um 1,0 Prozent zu, wie das Handelsministerium mitteilte. Experten hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,9 Prozent gerechnet, nach einem Plus von revidiert 1,1 Prozent im November.

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