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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street startet freundlich in die Woche

Vielen Unsicherheiten zum Trotz starten wichtige US-Indizes gut in die Woche. Das liegt vor allem an fehlenden Anlage-Alternativen zu Aktien.

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Marktteilnehmer setzen auf zusätzliche Konjunkturhilfen zur Überwindung der Coronavirus-Folgen. Quelle: dpa

Die Investoren an den US-Börsen sind zuversichtlich in eine von den Bilanzen der Einzelhändler geprägte Woche gestartet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete auf dem Niveau vom Freitag bei 27.914 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,3 Prozent auf 3383 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,6 Prozent auf 11.087 Punkte zu.

Am Ende der vergangenen Woche hatte die US-Börse uneinheitlich und nur mit geringen Änderungen geschlossen. Der S&P war bis auf 0,4 Prozent auf sein Rekordhoch herangerückt.

„Es ist im Grundsatz ganz einfach, bei Zinsen nahe Null muss das Geld irgendwo hin, und deswegen sind die Aktien auf Rekordniveau“, sagte Peter Cardillo, Chefvolkswirt beim Finanzdienstleister Spartan Capital.

Die Berichtssaison in den USA ist fast abgeschlossen, in dieser Woche stehen noch die Daten der großen Einzelhändler wie Walmart, Kohls oder Target an. Bis Freitag haben 457 der 500 Firmen im S&P ihre Zahlen veröffentlicht. Davon haben 81,4 Prozent die – zuvor drastisch gesenkten – Erwartungen übertroffen.

Mit den vielen widersprüchlichen Signalen, die momentan im Markt herrschen, gehen Privatanleger und Profis unterschiedlich um. Während sich Privatanleger in den USA gegen einen Crash absichern, spekulieren Profis auf steigende Kurse. In welche Richtung die Fahrt geht, dürfte sich bald zeigen.

US-China-Konflikt

Der Konflikt zwischen den USA und China eskaliert derweil langsam weiter. Die US-Regierung hat weitere Firmen aus dem Umfeld von Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt, um dem chinesischen Konzern den Zugang zu Technologie wie Chips abzuschneiden. Unter den 38 am Montag genannten Unternehmen sind Huawei Technologies Düsseldorf und Huawei OpenLab München. Damit sind jetzt gut 150 Huawei-Firmen von den Sanktionen betroffen. Die US-Regierung befürchtet, dass Huawei sich über sein Firmen-Netzwerk über Umwege Zugriff auf amerikanische Technik verschaffen kann.

US-Präsident Donald Trump bekräftigte die Vorwürfe gegen Huawei am Montag. „Wir wollen ihre Ausrüstung in den Vereinigten Staaten nicht, weil sie uns ausspionieren“, sagte Trump im Sender Fox News. „Ich nenne sie Spy-wei.“ Der Konzern hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Blick auf Einzelwerte

Alibaba: Um 0,6 Prozent abwärts ging es für die Papiere des chinesischen Internetkonzerns: US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag erklärt, er prüfe ein Verbot des Unternehmens in den USA. Erst zuvor hatte er die Videoplattform TikTok ins Visier genommen und damit den Konflikt der USA mit der Volksrepublik verschärft.

Diageo: Der weltgrößte Spirituosenhersteller verleibt sich Aviation Gin ein. Für die vom Schauspieler Ryan Reynolds produzierte Gin-Marke legt der Konzern bis zu 610 Millionen Dollar auf den Tisch, wie Diageo mitteilte. Mit der Transaktion erhält der Hersteller von Johnnie Walker-Whisky und Smirnoff-Wodka auch Zugang zu Marken wie Astral Tequila und Sombra Mezcal. Die Aktie legt knapp ein Prozent zu.

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