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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Zolldrohungen bremsen Wall Street - Qualcomm im Aufwind

Neu angefachte Handelssorgen haben die US-Börsen am Mittwoch gebremst. Im Fokus stehen aber auch viele Firmenbilanzen.

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Ein Wertpapierhändler auf dem Parkett der Wall Street. Quelle: dpa

New York Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag 0,1 Prozent schwächer bei 27.309 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq traten bei 3004 und 8226 Punkten auf der Stelle.

Investoren trieben die von US-Präsident Donald Trump angedrohten zusätzlichen Strafzölle auf chinesische Waren um. Es sei noch „ein langer Weg“ bis zu einer Einigung im Handelsstreit, warnte Trump. „Für die Börse ist es in dieser Phase schwierig sich deutlich nach oben abzusetzen, wenn es nicht zu einer Form der Einigung im Handelsstreit kommt“, sagte Stratege Rick Meckler vom Investmenthaus Cherry Lane.

Die Hoffnung auf sinkende Zinsen der US-Notenbank hatte die US-Börsen zuletzt auf Rekordniveaus gehievt. Der Anstieg sei steil gewesen und nun legten einige Investoren mit Blick auf den schwelenden Konflikt mit China eine Atempause ein, ergänzte Meckler.

Trotz gesunkener Kreditkosten kühlt der US-Immobilienmarkt ab und hat fünf Quartale in Folge das Wirtschaftswachstum in den USA gebremst. Der Mangel an günstigen Grundstücken, steigende Baukosten und Arbeitskräftemangel erschweren es potenziellen Bauherren, von niedrigeren Kreditkosten zu profitieren. Für einen 30-jährigen Hypothekenkredit werden der Bank Freddie Mac zufolge derzeit etwa 3,75 Prozent an Zinsen verlangt, nachdem es im November 2018 noch fast fünf Prozent waren. 

Die Genehmigungen für den Bau neuer Wohnungen fielen im Juni um 6,1 Prozent auf eine Jahresrate von 1,22 Millionen, wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit mehr als zwei Jahren. Auch die Zahl der Baubeginne nahm ab, und zwar um 0,9 Prozent auf 1,253 Millionen.

Im Fokus standen zudem Firmenbilanzen: am Mittwoch wollten unter anderem der IT-Konzern IBM und die Online-Videothek Netflix ihre Bücher öffnen. Bank of America lagen 0,3 Prozent höher. Das Geldhaus fuhr im zweiten Quartal dank einer steigenden Kreditvergabe einen höheren Gewinn ein, allerdings schrumpfte die Zinsmarge im Vergleich zum Vorquartal.

Anleger feierten im Rechtsstreit um Wettbewerbsverstöße die Aussicht auf einen Erfolg für Qualcomm. Die Aktien legten 3,6 Prozent zu. Das US-Justizministerium will das Urteil gegen den Halbleiterhersteller aussetzen lassen. Nach Auffassung des US-Gerichts hat Qualcomm seine Marktposition ausgenutzt und überzogene Lizenzgebühren kassiert.

Der US-amerikanische Cannabishersteller Curaleaf wird die privat gehaltene GR Companies (Grassroots) im Wert von rund 875 Millionen Dollar erwerben. Der Zukauf soll in bar und mit Aktien gezahlt werden. Mit der Übernahme weitet Curaleaf seine Präsenz auf 19 von derzeit zwölf Staaten aus, käme dann auf 131 Apothekenlizenzen, 68 Betriebsstandorten und 20 Anbauflächen. Die Aktie steigt um 15,5 Prozent.

Mehr: Profianleger kaufen Aktien gegen die eigene Überzeugung

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