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Dow Jones, Nasdaq, S&P500 Corona-Sorgen ziehen US-Börsen ins Minus – Tech-Werte unter Druck

Die steigenden Zahlen von Corona-Infektionen belasten die US-Märkte. Der Dow verliert knapp ein Prozent. Besonders Tech-Aktien geben nach.

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Corona-Sorgen belasten die US-Börsen. Quelle: AP

Die von Corona-Sorgen geplagten Anleger an der Wall Street haben sich vor dem Wochenende zurückgezogen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel am Freitag um 0,9 Prozent auf 27.657 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 1,1 Prozent ab auf 3319 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,1 Prozent auf 10.793 Zähler.

„Es gibt keine dringlichen Kaufgründe für Aktien, denn viele Menschen haben viele Fragen zum Coronavirus, den Wahlen, der Federal Reserve und dem Mangel an fiskalischen Anreizen plus die Fragezeichen beim Thema Bewertungen“, sagte Investmentstratege Robert Pavlik vom Vermögensverwalter SlateStone Wealth.

„Der Markt befindet sich im Moment in einem Vakuum“, sagte Thomas Hayes vom Vermögensverwalter Great Hill Capital. Vor allem Technologieaktien bekämen es zu spüren, wenn es Anzeichen für eine schleppende Konjunkturerholung gebe. Dann gebe es wiederum Tage mit steigenden Infektionszahlen und einer technischen Erholung, bei der wieder Gelder in den Tech-Sektor flössen. Die in den vergangenen Wochen stark gestiegenen Technologietitel wie Apple, Microsoft, Amazon und Alphabet gaben bis zu 3,1 Prozent ab.

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters haben sich weltweit inzwischen mehr als 30 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert und fast eine Million sind gestorben. Die USA bleiben mit rund 6,6 Millionen bestätigten Fällen und fast 200.000 Toten das am stärksten betroffene Land gefolgt von Indien und Brasilien.

Vor allem die von Pandemie-Einschränkungen am stärksten betroffenen Sektoren zählten zu den Verlierern. Kreuzfahrtschiff-Betreiber wie Carnival und Royal Caribbean gaben bis zu 5,7 Prozent nach. Auch Aktien von Fluggesellschaften wie American Airlines, Hawaiian Holdings oder United sackten bis zu vier Proeznt ab.

Blick auf die Einzelwerte:

Beyond Meat: Die Abwertung von JP Morgan lässt die Aktien von Beyond Meat einknicken. Nachdem die US-Bank die Papiere des Nahrungsmittelproduzenten von „Neutral“ auf „Underweigt“ gesenkt hatte, ließ die Aktie um 5,2 Prozent nach.

Oracle: Die Papiere des Softwareherstellers Oracle verloren 0,7 Prozent. Die US-Regierung unter Donald Trump kündigte an, strikter gegen die chinesische Kurzvideo-App Tiktok vorzugehen, die Oracle übernehmen will. Der US-Präsident vermeldete an diesem Freitag an, Downloads der App in den USA zu blockieren. Trump wolle damit die „nationale Sicherheit garantieren und Amerikaner vor den Bedrohungen der chinesischen Kommunistischen Partei schützen“, hieß es aus dem Weißen Haus.

Tesla: Der E-Auto-Pionier aus dem Silicon Valley profitiert schon jetzt vom „Battery Day“, der in der kommenden Woche stattfindet. Auf dem Event stellt Tesla Neuheiten vor. CEO Elon Musk kündigte im Vorfeld „viel Aufregendes“. Die Euphorie unter den Anlegern jedenfalls ist groß. Im Freitagshandel legten die Papiere um 4,4 Prozent zu.

Snowflake: Der Börsenneuling schließt mit einem Plus von 5,48 Prozent. In den vergangenen Tagen noch zeigte sich der Kurs nach seinem erfolgreichen Börsendebüt recht volatil. Die Erwartungen an den Cloud-Anbieter sind groß: Mit Einnahmen von 3,4 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt war es der bislang größte Börsengang einer Softwarefirma.

Unity Software: Dem Entwickler von Design-Software für die Computerspiel-Industrie Unity Software gelang ein glänzendes Börsendebüt. Der erste Kurs hatte bei 75 Dollar und damit 44 Prozent über dem Ausgabepreis gelegen. Am Ende notierten die Anteilsscheine bei gut 68 Dollar.

Mehr: Warum für Frauen eine Karriere an der Wall Street immer noch schwierig ist.

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