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Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Enttäuschende Zahlen – Foto-App Snap verliert deutlich

Das Nutzerwachstum stockt, Anleger verlieren das Vertrauen: An der New Yorker Börse verlieren die Papiere der Foto-App Snap deutlich.

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Händler an der New York Stock Exchange. Quelle: Reuters

New York/Frankfurt Einen solchen Kursrutsch binnen kurzer Zeit gibt es auch an der Wall Street selten: Die Papiere von Snap brauchen am Mittwoch um knapp 20 Prozent auf 11,20 Dollar ein. Die Firma hinter der Foto-App Snapchat hat mit ihren aktuellen Quartalszahlen erneut die Erwartungen der Anleger enttäuscht. Sowohl die Entwicklung der Nutzerzahlen als auch der Umsatz verfehlten die Prognosen der Analysten.

Der US-Messaging-Dienst teilte am Dienstag nach Börsenschluss mit, dass die Zahl der täglich aktiven Nutzer in den vergangenen drei Monaten um vier Millionen auf 191 Millionen gestiegen sei. Das entspricht zwar einem Wachstum von 15 Prozent, doch Analysten hatten hier im Schnitt mit mehr als 194 Millionen Nutzern gerechnet. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um 54,1 Prozent auf 230,7 Millionen Dollar. Auch hier war am Markt mehr erwartet worden. Mit einem Verlust von 385,8 Millionen Dollar steckt Snap weiter tief in den roten Zahlen.

Die enttäuschenden Ergebnisse stießen bei Analysten wie Anlegern insbesondere deshalb negativ auf, weil Snap noch vor Kurzem mit einem teuren Redesign der oft als verwirrend beschriebenen App versuchte, einen größeren Nutzerkreis anzusprechen. Dieser Plan ging offenbar nicht auf. Im Vorjahresquartal hatte sich unter anderem im Zusammenhang mit dem Börsengang ein Riesenverlust von 2,2 Milliarden Dollar angesammelt. Um Kosten einzusparen, sollen 100 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.

Bei den anderen US-Werten haben sich die Anleger in New York kaum aus der Deckung gewagt – alle Augen richten sich auf die anstehende Entscheidung der US-Notenbank Fed. Der Dow Jones pendelte im Anfangsgeschäft um seinen Dienstagsschluss von 24.099 Punkte. Der S&P500 und der Nasdaq-Composite kamen ebenfalls kaum vom Fleck.

Zwar wurden keine Zinserhöhungen erwartet. Doch schlossen Börsianer nicht aus, dass die Fed häufiger als bislang erwartet an der Zinsschraube drehen könnte. Die Entscheidung und der Begleitkommentar werden um 20.00 Uhr MESZ erwartet.

In der weltgrößten Volkswirtschaft läuft die Wirtschaft in diesem Jahr rund. Der Arbeitsmarkt brummt entsprechend. Dies zeigten laut Händlern auch die Daten vom privaten Arbeitsvermittler ADP, der für April mit 204.000 Stellen mehr zusätzliche Jobs auswies als erwartet.

Zudem nähert sich die Inflation dem Ziel der Notenbanker und die Renditen am Anleihemarkt sind seit Wochen im Vormarsch. Mit den höheren Zinsen werden Anlagen am Rentenmarkt wieder attraktiver. Die Nullzinspolitik der Banken gilt als Hauptgrund für die Rally an den Aktienbörsen in den vergangenen Jahren.

Apple stiegen um drei Prozent auf 174,44 Dollar und gehört im Dow damit zu den Top-Favoriten. Der iPhone-Hersteller hatte mehr als erwartet verdient und den Aktionären zudem ein Aktienrückkaufprogramm in Aussicht gestellt.

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