Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Kurseinbruch bei Boeing drückt Dow Jones – Tech-Werte steigen
Starke Kursbewegungen bei Luftfahrt- und Technologiewerten ziehen die US-Börsen am Montag in unterschiedliche Richtungen. Ein Kurseinbruch bei Boeing drückt den Dow-Jones-Index der Standardwerte zum Handelsstart um 0,4 Prozent auf 37.327 Punkte.
Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewinnt 0,3 Prozent auf 14.564 Stellen. Der breit gefasste S&P 500 rückt um 0,1 Prozent auf 4704 Zähler vor.
Dem US-Flugzeugbauer Boeing droht nach einem dramatischen Zwischenfall mit dem Herausbrechen eines Kabinen-Teils in knapp 4900 Metern Höhe neuer Ärger mit seinem Bestseller 737 Max 9. Boeing verloren 8,6 Prozent, die Papiere der betroffenen Fluggesellschaft Alaska Air gaben knapp fünf Prozent nach.
„Der Zwischenfall hat Boeings Ruf erschüttert“, sagte Russ Mould, Manager beim Vermögensverwalter AJ Bell. „Letztlich ist es nur das jüngste in einer ganzen Reihe von Problemen, was die 737 MAX angeht.“
Nvidia fängt Insidern zufolge im zweiten Quartal mit der Massenproduktion eines für China entwickelten Chips für die Künstliche Intelligenz (KI) an. Der Konzern habe das Produkt entworfen, um die zuletzt verschärften US-Exportvorschriften einzuhalten.
Weitere Einzelwerte:
United Airlines: Die Fluggesellschaft hat ebenfalls die Boeing 737 Max 9 in der Flotte. Die Papiere geben deshalb ebenfalls nach, um 0,4 Prozent.
Boston Scientific: Die US-Medizintechnikfirma übernimmt für 3,7 Milliarden Dollar den Urologie-Spezialisten Axonics. Der Konzern bietet nach eigenen Angaben 23,3 Prozent Aufschlag auf den Axonics-Kurs. Mit dem Abschluss der Übernahme rechnet Boston in der ersten Jahreshälfte. Boston Scientifics Papiere verlieren 0,4 Prozent, Axonics gewinnen 20 Prozent.
Audacy: Das größte US-Radiounternehmen, plant, Konkursschutz zu beantragen. Das Unternehmen, das nach eigenen Angaben unter den sinkenden Ausgaben für Radiowerbung leidet, geht davon aus, dass es mit diesem Schritt seine Schuldenlast um etwa 80 % reduzieren kann. Die Papiere verlieren mehr als 40 Prozent.
Johnson & Johnson: Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern stärkt mit einem milliardenschweren Zukauf sein Geschäft mit Krebstherapien. Für zwei Milliarden Dollar will J&J den Arzneimittelentwickler Ambrx Biopharma übernehmen, wie der Konzern am Montag mitteilte. Je Aktie legt J&J 28 Dollar auf den Tisch – mehr das Doppelte des Börsenkurses vor der Ankündigung. Johnson & Jonson-Aktien steigen schwanken am Montag stark und notieren kurz nach Börsenstart fast unverändert. Ambrx Biopharma-Papiere steigen um fast 100 Prozent auf einen Preis von 27 Dollar.
Moderna: Der Wirkstoffhersteller meldete für seinen COVID-Impfstoff einen vorläufigen Umsatz von 6,7 Milliarden Dollar im Jahr 2023 und übertraf damit das untere Ende seiner Jahresprognose. Daraufhin klettern die Aktien um 0,7 Prozent.