Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Schwacher Auftakt an der Wall Street – General-Electric-Aktie fällt um sechs Prozent

Es gilt als sicher, dass die US-Notenbank am Mittwoch für März eine Zinserhöhung in Aussicht stellt. Die Frage ist nur: Wie hoch wird sie ausfallen?

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Das „Fearless Girl“ an der New Yorker Wall Street. Quelle: AP

Die Angst vor raschen Zinserhöhungen der US-Notenbank hält Anleger an der Wall Street weiter im Griff. Gemischte Firmenbilanzen drückten am Dienstag zudem auf die Stimmung. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung um bis zu zwei Prozent.

„Wir leben in einer Welt, in der die meisten Marktteilnehmer noch nie einen Zinserhöhungszyklus miterlebt haben“, sagte Aktienhändler Keith Temperton vom Brokerhaus Forte Securities. „Alles, was sie kennen, ist eine Fed, die Geld in die Märkte pumpt. Daher ist das jetzt ein Schock.“

An der Börse gilt als sicher, dass die Fed am Mittwoch für März eine Zinserhöhung in Aussicht stellen wird. Einige Investoren rechnen sogar mit einer Anhebung um einen halben statt einen Viertel Prozentpunkt.

Mike Wilson, Analyst bei Morgan Stanley, hält eine Fortsetzung der jüngsten Talfahrt in den nächsten drei bis vier Wochen für möglich. Sein Ausblick auf die Aktienmärkte wäre erst dann wieder konstruktiv, wenn der S&P unter die Marke von 4000 Stellen abrutschen wurde. Das würde ein Minus von mehr als zehn Prozent bedeuten.

Zu den Verlierern am US-Aktienmarkt zählte General Electric (GE) mit einem Kursverlust von 6,1 Prozent. Der Quartalsumsatz des Siemens-Rivalen blieb mit 20,3 Milliarden Dollar hinter den Markterwartungen zurück. Gleiches gelte für das Gewinnziel für 2022 von 2,80 bis 3,50 Dollar je Aktie, monierte Analyst Gautam Khanna vom Vermögensverwalter Cowen.

>> Lesen Sie hier unsere Analyse: Die Debatte über die US-Geldpolitik wird immer hitziger. Aufschluss gibt auch ein Gespräch zwischen den Ökonomen Krugman und Summers.

3M leidet zwar ebenso wie GE an Lieferketten-Problemen, die bei dem Mischkonzern zu einem stagnierenden Umsatz von 8,6 Milliarden Dollar und einem Gewinnrückgang von 4,7 Prozent auf 1,34 Milliarden Dollar führten. Analysten hatten allerdings noch größere Belastungen befürchtet. Daher legten die Titel des Anbieters von „Post-It Notes“ 0,4 Prozent zu.

Blick auf weitere Einzelwerte

American Express: Rekordausgaben für Kreditkarten verhalfen dem Unternehmen im vierten Quartal zu einem Gewinn und Umsatz, der besser als erwartet ausfiel. Der Gewinn belief sich auf 2,18 Dollar pro Aktie und lag damit deutlich über der Konsensschätzung von 1,87 Dollar. Die Aktie stiegt um 2,3 Prozent.

IBM: Das Unternehmen übertraf die Schätzungen um fünf Cents pro Aktie und erzielte einen Quartalsgewinn von 3,35 Dollar pro Aktie. Auch der Umsatz lag über den Erwartungen, was auf die Stärke von IBMs Cloud-Computing-Geschäft zurückzuführen ist. Die IBM-Aktien unterlagen im nachbörslichen Handel einer gewissen Volatilität, nachdem das Unternehmen es abgelehnt hatte, eine Gewinnprognose abzugeben. Am heutigen Dienstag notieren die Aktien in einem schwachen Marktumfeld unverändert.

PetMed Express: Der Unternehmen verfehlte mit einem Quartalsgewinn von 21 Cents pro Aktie die Konsensschätzungen um neun Cents. Auch der Umsatz des Anbieters von Heimtierprodukten blieb hinter den Prognosen der Analysten zurück. Die Aktie stieg aber dennoch um 3,5 Prozent.

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