Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: US-Börsen fester – Kurssprung bei Meta
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersErmuntert von den jüngsten Zinssignalen der US-Notenbank haben die Anleger an der Wall Street am Donnerstag bei Aktien zugegriffen. Im Tech-Sektor hellte ein Kurssprung der Facebook-Mutter Meta die Stimmung auf. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 2,1 Prozent auf 12.058 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,9 Prozent auf 4157 Punkte, während der Dow-Jones-Index 0,2 Prozent auf 34.036 Punkte nachgab.
Die Federal Reserve hatte den Schlüsselsatz lediglich um einen Viertel-Prozentpunkt angehoben. Damit kehrt nach einer Serie relativ aggressiver Zinsschritte wieder etwas Normalität in der Geldpolitik ein. „Die Anleger werden durch die Tatsache ermutigt, dass die Fed versucht, mit ihrem Zinsstraffungsprogramm fertig oder kurz davor zu sein“, sagte Investmentstratege Sam Stovall von CFRA Research in New York.
Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell von Mittwochabend schürten zudem die Zuversicht, dass die Wirtschaft mit einem blauen Auge davonkomme und eine zu erwartende Rezession eher mild ausfalle, sagten Börsianer.
Für lange Gesichter sorgte hingegen eine niedriger als erwartet ausgefallene Jahresprognose von Merck. Die Aktien des Arzneimittelherstellers fielen um mehr als drei Prozent.
Blick auf die Einzelwerte
Pinterest: Auch Pinterest beteiligt sich am Jobabbau im US-Technologiesektor. Daraufhin steigen die Aktien der Online-Fotopinnwand um rund acht prozent. Das Unternehmen plane 150 Stellen zu streichen oder etwas weniger als fünf Prozent der Belegschaft zu entlassen, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insidern. Ein Pinterest-Sprecher bestätigte den Stellenabbau, wollte die Anzahl der gestrichenen Arbeitsplätze dennoch nicht kommentieren. In der kommenden Woche will der Konzern Zahlen vorlegen.
Eli Lilly: Der US-Pharmakonzern Eli Lilly bekommt die abflauende Nachfrage nach seinen Corona-Medikamenten zu spüren. Im vierten Quartal sank der Umsatz daher um neun Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ohne Berücksichtigung des Covid-Geschäfts wäre er um fünf Prozent gestiegen. Im Gesamtjahr legte der Umsatz um ein Prozent auf 28,5 Milliarden Dollar zu. Der Nettogewinn kletterte um zwölf Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar. 2023 hofft Eli Lilly auf Rückenwind durch sein neues Diabetesmittel Tirzepatid, für das der Konzern in diesem Jahr die Zulassung zur Behandlung von Fettleibigkeit erwartet – ein milliardenschweres Geschäft. Der Umsatz soll dann auf bis zu 30,8 Milliarden Dollar steigen, der bereinigte Gewinn je Aktie soll die bisherigen Analystenerwartungen mit 8,35 bis 8,55 Dollar übertreffen. Die Papiere verlieren mehr als fünf Prozent.
Harley Davidson: Harley-Davidson-Kunden haben sich nicht durch Inflation und Konjunktursorgen vom Kauf der Kult-Motorräder abschrecken lassen. Das sorgte bei dem US-Traditionsunternehmen im vierten Quartal für einen Gewinnsprung auf 39,7 Millionen Dollar nach 21,6 Millionen vor Jahresfrist, wie Harley-Davidson am Donnerstag mitteilte. Das Ende der Corona-Beschränkungen ließ zudem den Umsatz um 14 Prozent auf 919 Millionen Dollar steigen. Insgesamt legten die Erlöse um zwölf Prozent auf 1,14 Milliarden Dollar zu. Die Papiere des Konzerns steigen um fast acht Prozent.