Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Wall Street kann Strafzoll-Sorgen langsam abschütteln

US-Präsident Trump deutet Ausnahmen bei den geplanten Zöllen für Stahl und Aluminium an. Das hebt die Stimmung auf dem New Yorker Parkett.

Mit Spannung warten die Anleger in New York nun auf die amtlichen Monatsdaten zur Arbeitslosenunterstützung, die am Freitag veröffentlicht werden. Quelle: Bloomberg

New YorkDie Andeutungen von US-Präsident Donald Trump über Ausnahmen von den geplanten Schutzzöllen für Stahl und Aluminium haben der Wall Street am Donnerstag wieder etwas Schwung verliehen. Trump erklärte per Twitter: „Wir müssen unsere Stahl- und Aluminiumindustrie stärken und gleichzeitig große Flexibilität und Zusammenarbeit mit denen zeigen, die unseren echten Freunde sind und fair mit uns sowohl im Handel als auch militärisch umgehen.“

Zuvor hatte schon das Präsidialamt signalisiert, dass es Ausnahmen bei den Zöllen geben könnte. Der Stimmung half auch, dass sich über 100 Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses aus Donald Trumps republikanischer Partei sich gegen die vom Präsidenten geplanten Strafzölle aussprachen.

Der Dow Jones stieg um 0,1 Prozent auf 24.9875 Zähler. Der S&P-500 gewann 0,3 Prozent auf 2735 Punkte. Der Nasdaq-Composite lag mit 7431 Zählern ein halbes Prozent höher. Am Vortag hatte der Abschied von Wirtschaftsberater Gary Cohn aus dem Weißen Haus für schlechte Stimmung an der Wall Street gesorgt.

Die Aktien der US-Supermarktkette Kroger gaben nach enttäuschenden Ergebnisprognosen nach und lagen zu Handelsbeginn 7,7 Prozent im Minus.

Die Papiere des Dienstleisters Express Scripts sprangen um mehr als 15 Prozent in die Höhe. Zuvor war bekanntgeworden, dass der Krankenversicherer Cigna das Unternehmen für 54 Milliarden Dollar übernehmen will. Cigna gaben mehr als sechs Prozent nach.

Dank etwas nachlassender Ängste vor einem internationalen Handelskonflikt ist die Wall Street am Donnerstag mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Über 100 Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses aus Donald Trumps republikanischer Partei sprachen sich gegen die vom Präsidenten geplanten Strafzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe aus. Zudem ließ Trump mittlerweile verlauten, es könne Ausnahmen für Kanada und Mexiko geben.

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