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Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Wall Street mimt den Dax

Während der Dax in Europa einen neuen Rekord erreichte, kommen Dow und S&P am Donnerstag nur schwer vom Fleck. Die vergangenen Wochen lief es doch genau andersrum. US-Börsianer warten auf die Zahlen der Tech-Giganten.

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Die mit Rekord verwöhnte Wall Street musste am Donnerstag kleinere Brötchen backen. Quelle: Reuters

New York Verkehrte Vorzeichen: Während der Dax in Europa dank Mario Draghi uns seiner Europäischen Zentralbank Rekorde feiern konnte, plätschert der Wall Street-Handel nach gestrigen Verlusten vor sich her. In den vergangenen Wochen hatte es genau andersrum ausgesehen. Nicht so am Donnerstag, wo Dow und Co dank solider Quartalszahlen die Vortagsverluste wettmachten.

Zudem hielten Spekulationen um den Fed-Chefposten die Anleger auf Trab. US-Medien, die sich auf informierte Kreise berufen, sprechen davon, dass Notenbank-Chefin Janet Yellen nun endgültig aus dem Rennen um eine zweite Amtszeit als wichtigste Frau der Geldpolitik ausgeschieden sei. Donald Trump habe andere Kandidaten auf seiner Liste, den 2018 vakant werdenden Posten zu besetzen.

Auch wenn er von harscher Kritik an Yellen inzwischen abgewichen ist und ihre Arbeit mehrmals lobte. Die Personaldiskussion findet deswegen so viel Aufmerksamkeit, weil der Vorsitzende der Notenbank maßgeblich verantwortlich ist für den Kurs des Hauses.

Am Donnerstagabend mitteleuropäischer Zeit notierte der Dow-Jones-Index 0,3 Prozent fester bei 23.406 Punkten. Der breitere S&P 500 legte ebenfalls 0,3 Prozent zu auf 2563 Stellen. Die Technologiebörse Nasdaq rückte mit 0,1 Prozent kaum bemerkbar vor auf 6571 Stellen. In Europa erklomm der Dax ein neues Allzeithoch von 13.144 Punkten, am Ende ging er 1,4 Prozent stärker aus dem Handel bei 13.133 Punkten. In Europa reagierten Anleger erleichtert darauf, dass der Rat der Europäischen Zentralbank sein billionenschweres Anleihekaufprogramm nicht deutlicher zurückfuhr als erwartet.

Börsianer schauten vor dem letzten Handelstag der Woche besonders auf die Geschäftsziele der Unternehmen. „Die Erwartungen von Anlegern an die Prognosen der Firmen sind sehr hoch und falls sie nicht erfüllt werden, könnte das die Kurse belasten“, sagte Marktstratege Peter Cecchini vom Brokerhaus Cantor Fitzgerald.

Zu den Favoriten an der Wall Street gehörten die Aktien von Twitter mit einem Kursplus von 11,6 Prozent. Der Kurznachrichtendienst könnte im laufenden Quartal erstmals in der Firmengeschichte schwarze Zahlen schreiben. Im abgelaufenen Vierteljahr verringerte sich der Verlust auf 21 Millionen Dollar von 103 Millionen Dollar.

Gefragt waren auch die Papiere von Ford, die sich um zwei Prozent verteuerten. Der Autobauer steigerte trotz stagnierender Umsätze den Überschuss auf 1,2 Milliarden von 810 Millionen Dollar. Für die an der Wall Street notierten Potash-Aktien ging es dagegen um drei Prozent nach unten. Der Gewinn des kanadischen Düngemittel-Herstellers und K+S-Rivalen brach um gut ein Drittel auf 53 Millionen Dollar ein.

Mit Spannung warteten Anleger auch auf die Quartalszahlen der Börsenschwergewichte Alphabet, Amazon und Microsoft, die allerdings erst nach Börsenschluss in den USA erwartet wurden

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