Dow Jones, S&P, Nasdaq Fed bremst den Dow Jones aus

Der Dow Jones eröffnet am Donnerstag mit einem neuen Allzeithoch – doch der Zinsentscheid der US-Notenbank sorgt bei den Anlegern für lange Gesichter. Apples-Anteilsscheine verlieren weiter.

Am Mittwochabend verkündete die US-Notenbank, dass sie den Leitzins nicht anheben würde. Eine Trendwende in der Geldpolitik ist dennoch absehbar – und sorgte an der New Yorker Börse für Gesprächsstoff. Quelle: AP

New YorkDie Aussicht auf nahende Zinserhöhungen in Amerika hat den Risikoappetit der US-Anleger am Donnerstag gezügelt. An der Wall Street eröffnete der Dow-Jones-Index der Standardwerte kaum verändert bei 22.403 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 2506 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,2 Prozent auf 6444 Punkte.

Die US-Notenbank (Fed) will ihre mit Wertpapierkäufen auf 4,5 Billionen Dollar aufgeblähte Bilanz angesichts der brummenden Wirtschaft ab Oktober eindampfen. Händler stellten sich einen Tag nach der Notenbanksitzung auf eine geldpolitische Straffung im Dezember ein. Am deutschen Aktienmarkt hingegen hatten die Ankündigungen auf Anlegerseite Hoffnung aufkeimen lassen. Das absehbare Ende der Politik des billigen Geldes beflügelte dort insbesondere Finanzwerte.

Weitere 1,4 Prozent abwärts ging es am US-Markt mit der Apple-Aktie. Hintergrund waren Spekulationen über schleppende Vorbestellungen für das neue iPhone 8. Zudem verdarben Berichte über Verbindungs- und Batterieprobleme bei der neuen Generation der Apple-Watch die Stimmung.

Aktien von Advanced Micro Devices kletterten hingegen um mehr als zwei Prozent. Medienberichten zufolge brütet der Chiphersteller mit dem Autobauer Tesla über der Entwicklung eines Prozessors für selbstfahrende Autos.

Ein Aktienrückkauf half dem Ölproduzenten Anadarko Petroleum nach oben. Die Titel legten sieben Prozent zu. Eine milliardenschwere Übernahmeofferte aus Japan schickte die Titel des Chemieunternehmens Calgon Carbon auf Höhenflug. Sie stiegen um mehr als 61 Prozent.

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