DSW-Studie So viele Dividendenzahler gab es noch nie

Die deutschen Unternehmen lassen sich nicht lumpen und schütten fast so viel aus wie im Rekordjahr 2008. Dennoch fordert der DSW höhere Dividenden und warnt Aktionäre davor, nur auf die Dividendenrendite zu achten.

Über welche Dividenden im Dax wann entschieden wird
Herbert Hainer, Adidas CEo Quelle: AP/dpa
Passanten gehen an den Allianz-Fahnen vorbei Quelle: dapd
BASFAm 26. April findet die Hauptversammlung von BASF statt. Dort wird über eine Dividende von 2,60 Euro abgestimmt. Das entspricht 3,8 Prozent Dividendenrendite. Quelle: dpa
Bayer Quelle: dapd
BeiersdorfVon Beiersdorf ist nach der Hauptversammlung am 18. April eine Dividende in Höhe von 70 Cent je Aktie zu erwarten. Das entspricht einer Dividendenrendite von 1 Prozent. Quelle: APN
BMWDer Autohersteller will an seine Aktionäre in diesem Jahr 2,50 Euro pro Aktie ausschütten. Hierbei beträgt die Dividendenrendite 3,6 Prozent. Die Dividende gibt es nach der Hauptversammlung am 14. Mai. Quelle: dpa/dpaweb
CommerzbankDer Aktienkurs im Keller, die geplante Kapitalerhöhung wird den Anteil der bestehenden Aktionäre an der Bank stark verwässern, und nach der Hauptversammlung am 19. April wird die Commerzbank voraussichtlich keine Dividende zahlen. Das Aktionärstreffen birgt reichlich Zündstoff. Quelle: dapd
ContinentalDer Autozulieferer zahlt voraussichtlich eine Dividende in Höhe von 2,25 Euro. Das ergibt eine Dividendenrendite von 2,5 Prozent. Die Hauptversammlung findet am 15. Mai statt. Quelle: dpa
DaimlerDer Autobauer will eine Dividende in Höhe von 2,20 Euro nach der Hauptversammlung am 10. April ausschütten. Das entspricht einer Dividendenrendite von 5,3 Prozent. Quelle: dpa
Deutsche BankNach der Hauptversammlung am 23. Mai plant die Deutsche Bank eine Dividende in Höhe von 0,75 Euro zu zahlen. Das wären 2,3 Prozent Dividendenrendite. Quelle: REUTERS
Deutsche BörseAuf der Hauptversammlung am 15. Mai muss noch eine Dividende in Höhe von 2,10 Euro abgesegnet werden. Das ergibt eine Dividendenrendite von 4,4 Prozent. Quelle: dpa
Deutsche PostAuf der Hauptversammlung am 29. Mai soll eine Dividende in Höhe von 70 Cent bewilligt werden. Das entspricht einer Dividendenrendite vom 3,9 Prozent. Quelle: dpa
Deutsche TelekomDie Hauptversammlung der Deutschen Telekom findet am 16. Mai statt. Dort soll eine Dividende in Höhe von 70 Cent je Aktie bewilligt werden. Das entspräche einer Dividendenrendite von 8 Prozent Quelle: dpa
E.OnAm 3. Mai soll auf der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 1,10 Euro abgesegnet werden. Das entspricht einer Dividendenrendite von 7,5 Prozent. Quelle: REUTERS
Fresenius Medical CareAm 16. Mai entscheidet die Hauptversammlung über eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie. Das entspricht einer Dividendenrendite von 1,4 Prozent. Quelle: dpa
FreseniusAm 17. Mai soll die Hauptversammlung 1,10 Euro als Dividende bewilligen. Das entspricht einer Dividendenrendite in Höhe von 1,1 Prozent. Quelle: dpa
HeidelbergCementAm 8. Mai findet die Hauptversammlung von HeidelbergCement statt. Dort stimmen die Aktionäre über eine Dividende von 47 Cent je Aktie ab. Das entspräche einer Dividendenrendite von 0,9 Prozent. Quelle: dapd
HenkelAm 15. April schlägt der Henkel-Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,95 Euro vor. Die Dividendenrendite würde 1,3 Prozent betragen. Quelle: dpa
InfineonAuf der Hauptversammlung am 28. Februar wurde eine Dividende in Höhe von 0,12 Prozent bewilligt. Das entspricht einer Dividendenrendite von 2 Prozent. Quelle: dpa
K+SAm 14. Mai soll von der Hauptversammlung einer Dividende in Höhe von 1,40 Euro zugestimmt werden. Die Dividendenrendite beträgt dann 3,9 Prozent. Quelle: dpa

Die Zahl der Unternehmen, die ihren Aktionären eine Dividende zahlen, ist in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor. Das gilt vor allem für die großen Börsenindizes Dax, MDax, SDax und TecDax. Rund 86 Prozent der dort gelisteten Unternehmen schütten ihren Aktionären 2013 eine Dividende aus. Das ergab eine Studie, die die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) am Freitag zusammen mit dem Deutschen Institut für Portfolio-Strategien (dips) veröffentlichte. "Aufgrund des guten Geschäftsjahres 2012 werden die Dividenden nochmals über den Zahlen des Vorjahres liegen", sagte Christiane Hölz, DSW-Landesgeschäftsführerin in Nordrhein-Westfalen.

Nicht ganz so gut schnitten demnach die Gesellschaften aus den Nebenwerten des restlichen Prime, General und Entry Standards ab. Hier stagniert die Anzahl der ausschüttenden Unternehmen wie in den Vorjahren bei etwa einem Drittel. Was die Summe der Dividenden angeht konnte sich vor allem der MDax verbessern. Die Unternehmen der zweiten Börsenliga schütten 2013 rund 37 Prozent mehr aus als im Vorjahr, auf insgesamt 4,9 Milliarden Euro können sich die MDax-Aktionäre freuen. Mehr als die Hälfte der dort gelisteten Unternehmen zahlen im Vergleich zu 2012 eine höhere Dividende. Allerdings ist die Aufholjagd des MDax was die Dividenden angeht auch den ehemaligen Dax-Unternehmen geschuldet, die ihre gute Zahlungsmoral in die zweite Liga mitgenommen haben, wie Metro oder MAN.

Auch im Leitindex Dax haben immerhin 16 der 30 Unternehmen ihre Dividende zuletzt erhöht. Allerdings gibt es auch mehr Ausfälle zu beklagen als in den Vorjahren: Neben der Commerzbank, die was die Dividende angeht schon zu den Dauer-Schwänzern gehört, haben in diesem Jahr auch ThyssenKrupp und die Lufthansa eine Nullrunde bei den Ausschüttungen eingelegt. Zu den größten Zahlern gehören weiterhin die Deutsche Telekom, die über drei Milliarden Euro an ihre Aktionäre ausschüttet. Auf den Ränge zwei und drei folgen Siemens mit 2,6 Milliarden Euro und BASF mit knapp 2,4 Milliarden Euro an Dividendenzahlungen. Für das kommende Jahr erwarten die Autoren der Studie allerdings keinen weiteren Anstieg bei der Summe der Ausschüttungen. "Die Deutsche Telekom wird ihre Dividende wie bereits angekündigt um rund 29 Prozent zusammenstampfen, das sind mehr als 870 Millionen Euro", sagte Christian Röhl, einer der Verfasser der Studie. Ein solcher Betrag gleiche sich nicht so schnell aus. Zusätzlich rechnen die Experten erneut mit Dividendenausfällen im Dax, bis zu vier Unternehmen dürften demnach 2014 keine Dividende zahlen. Namen wollten die Verfasser der Studie jedoch nicht nennen.

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