E-Franken Schweiz denkt über elektronische Währung nach

Erst Schweden, nun die Schweiz: Die ersten europäischen Regierungen erwägen die Einführung einer elektronischen Währung.

Bald könnte auch der E-Franken als Zahlungsmittel gelten. Quelle: dpa

ZürichNach Schweden macht sich nun auch die Schweiz über die Einführung einer elektronischen Währung Gedanken. Die Regierung stimmte dem Antrag eines Parlamentariers zu, die Chancen und Risiken eines sogenannten E-Frankens zu prüfen. Das ging am Donnerstag aus einer im Internet veröffentlichten Antwort der Regierung hervor. Ob sich die Schweiz künftig tatsächlich vertieft mit dem Thema beschäftigt, ist jedoch noch offen. Zunächst muss der Nationalrat grünes Licht geben. Erst dann könnte das Finanzministerium mit einer entsprechenden Untersuchung beginnen.

Die Regierung erklärte, nun sollten die „rechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Aspekte im Zusammenhang mit dem E-Franken“ untersucht werden. Sie sei sich „der großen Herausforderungen sowohl in rechtlicher als auch in geldpolitischer Hinsicht bewusst, die mit der Verwendung eines E-Frankens einhergehen würden“.

Die Schweizer Notenbank (SNB) hat sich bislang eher zurückhaltend geäußert. Digitales Zentralbankgeld für die Öffentlichkeit sei nicht nötig, um ein effizientes bargeldloses Bezahlen zu ermöglichen, hatte SNB-Direktoriumsmitglied Andrea Maechler gesagt.

Zuvor hat sich unter anderen bereits Schweden mit der Entwicklung einer digitalen Krone – der E-Krona – befasst. Auch Australiens Notenbank steht derartigen Ideen offen gegenüber.

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