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Edelmetall-Prognosen „Gold steigt auf 2.050 Dollar“

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Lieber Platin als Gold

Die Industrienachfrage, von Sonnenkollektoren über Batterien bis zu Filmen, macht etwa 53 Prozent der Silbernachfrage aus, schätzt das Silver Institute aus Washington. Platin und Palladium werden in erster Linie in Katalysatoren für Autos und anderen Industrieanwendungen eingesetzt.

„Einzig ein mögliches höheres Angebot durch Recycling, welches preissensitiv ist, könnte die Situation im nächsten Jahr etwas entspannen“, erklären die Analysten der Commerzbank. „Wir erwarten, dass Platin zum Jahresende die Marke von 1900 US-Dollar je Feinunze übersteigt."

Sollten sich Anleger lieber Platin statt Goldmünzen in den Safe legen? „Gold bleibt für Anleger das vernünftigste Edelmetall-Investment, da der Goldmarkt am größten und transparentesten ist“, sagt Stablilitas-Chef Siegel.

Einer setzt lieber auf Platin als auf Gold

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    Einer schert allerdings aus der Riege der Goldoptimisten aus. Der zwölfjährige Bullenmarkt sei vorbei, sagt der treffsicherste Prognostiker aus einer Umfrage der London Bullion Market Association für 2012. Er verweist auf das US-Wirtschaftswachstum, das dazu führe, dass Investoren sich auf Edelmetalle konzentrieren, die von der anziehenden Konjunktur profitieren.

    Der Goldpreis werde 2013 im Durchschnitt bei 1600 Dollar je Unze liegen, verglichen mit einem Rekord-Jahresdurchschnitt von 1668,75 Dollar im vergangenen Jahr, sagt Rene Hochreiter, Vorstandsvorsitzender von Allan Hochreiter (Pty) Ltd. in Johannesburg. Das Jahreshoch sieht er bei 1700, unter dem Rekordhoch von 1921,15 Dollar je Unze im Jahr 2011.
    “Es dürfte wohl noch etwa ein weiteres Jahr dauern, bis Platin Gold schlägt", erwartet Hochreiter. Danach rechnet er für Platin mit einem Aufwärtstrend, der fünf oder sechs Jahre anhalten könnte. Eine Erholung der Juweliernachfrage nach Gold würde nicht ausreichen, um den Aufwärtstrend bei Gold am Laufen zu halten.

    Ohnehin ging auch im vergangenen Jahr nicht jede Wette auf. Ein schlechtes Geschäft machten dagegen Investoren, die auf Minenwerte setzten. Die meisten Aktien mussten Verluste hinnehmen. „Das enorme Desinteresse an Minenaktien ist nicht vernünftig zu erklären“, sagt Siegel.

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    Der Gold- und Silberpreis stehe hoch genug, die Minen verdienten weiterhin gutes Geld und die Stimmung an den Aktienmärkten habe sich in den letzten Monaten deutlich verbessert. Entweder würden Investitionen in diesen Sektor als zu risikoreich angesehen, oder der Markt werde derzeit schlicht übersehen, so Siegel.

    Auch die Entwicklung von Basismetallen verlief im vergangenen Jahr positiv. Zu den Jahresbesten gehörten Zinn und Blei mit Zugewinnen von jeweils 22,3 Prozent und 15,7 Prozent. Auch Kupfer verbesserte sich 2012 um 4,8 Prozent. Lediglich Nickel hatte unter der nachlassenden Produktion in China zu kämpfen und landete mit minus 9 Prozent tief in der Verlustzone. „Aufgrund der guten Wirtschaftsdaten der großen Industrienationen rechne ich auch in diesem Jahr mit steigenden Kursen bei den Basismetallen“, sagt Siegel.

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