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Elsässers Auslese

Bei Börsenturbulenzen die Nerven behalten

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Die Schwellenländer haben aufgeholt

Das führende technische Know How und die Weltkonsum-Markenartikel der westlichen Unternehmen Europas und Amerikas sind die großen Gewinner. Nach und nach öffneten sich die Weltmärkte. Osteuropa ist unternehmerisch zugänglich. Südamerika hat sich im Vergleich zu der Zeit vor 1989 zu einer stabileren Absatzregion gemausert. Nicht einfach zu bedienen, aber machbar. Das kommunistische China alter Prägung gestand sich die Niederlage ein, und legte mit einem 50-Jahre Aufholprogramm eine sensationelle Wende hin. 

Ganz Asien schreitet Schritt für Schritt der Neuzeit entgegen. Und selbst in Afrika ist trotz vieler Schreckensbilder im TV unternehmerisch mehr los, als man allgemein ahnt. Überall, auch in politisch schwierigen Gebieten, wird investiert. Das internationale Geld ist mutig und weitsichtig. Mir fallen lediglich Nord-Korea und Zimbabwe als die Länder ein, die sich momentan ausgeklinkt haben.

Es beginnt die Weltversorgungs-Epoche

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    Es handelt sich um Absatzgebiete und Bevölkerungszahlen in ungeahnten Größenordnungen für die westlichen Unternehmen, die sich langsam und organisch bis 1989 darauf hin vorbereiten konnten. Der eigentliche, langfristige Aufwärtstrend befindet sich noch in der Anfangsphase dieser, ich nenne mal „Weltversorgungs-Epoche“. Auf meinen Geschäftsreisen kann ich immer wieder die Basis für diese Weltdynamik feststellen: Die Menschen sind sich trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft und Kultur recht gleich. Die Bedürfnisse nach einem angenehmen Leben ähneln sich.

    In den großen Mega-Städten in den Emerging Markets wollen die Menschen mit Fahrstühlen in den Wolkenkratzern in ihre Wohnungen und Büros fahren. Sie brauchen gute sanitäre Verhältnisse. In den Tropen ist es ohne Klimaanlage einfach nicht angenehm und der Gesundheit abträglich.  Die Menschen sind es leid, auf dem Dach überfüllter Vorortzüge zu sitzen, wenn sie zur Arbeit fahren. Sie sehnen sich nach Privatsphäre und einem modernen Leben westlicher Prägung. Die Liste lässt sich stundenlang fortsetzen. Da gibt es auch nichts zu debattieren.

    Alle wollen das Gleiche

    Und hier kommt das Erstaunliche. Nicht die landeseigene Kultur der Emerging Markets ist der Gewinner dieser Entwicklung. Nein, es sind genau die gleichen Bedürfnisse, welche sie und ich in Europa und Amerika haben, welche weltweit einen Siegeszug antreten. Nahezu alles, was unsere Kinder cool finden, wird über Internet nach Malaysia, Kapstadt und Uruguay eins zu eins vermittelt. Mehr oder minder zeitgleich. Ob wir es schön finden oder nicht. Eine unglaublich uniforme Weltgesellschaft.

    Den Takt geben die Unternehmen an, die qualitativ hochwertige technische Produkte in modernem Design anbieten und diese zu vermarkten verstehen. Und diese sind vorrangig in Westeuropa und den USA zu Hause. Ausgefeilte Vertriebssysteme, herausragende logistische Leistungen und Großeinsatz des Marketinginstrumentariums machen es möglich. Deshalb sind die Weltkonsum-Markenartikel auch so stark geworden.

    Börse



    Millionen und Abermillionen von Menschen mit steigender Bevölkerungszahl haben durchaus berechtigte Wünsche nach verbesserten Lebensverhältnissen. Sie werden nach und nach durch Fleiß und Internationalisierung des Lebens in eine Art Mittelschicht hineinwachsen. Unabhängig von Konjunkturzyklen ein Trend, auf den der langfristig denkende Aktionär getrost vertrauen kann. Vorausgesetzt, in seinem Aktienportfolio sind auch die richtigen Unternehmen, in meinem Chargon - die „Marathonläufer“. Also, bei der nächsten Börsenturbulenz - nicht so leicht die Nerven verlieren. Der Welttrend arbeitet für Sie. 

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    Dr. Markus Elsässer ist Gründer und berät den ME Fonds- Special Values (WKN: 663307) und den Rohstoff-Aktienfonds ME Fonds Pergamon (WKN: 593117). Diese beiden Fonds könnten Positionen in Titeln halten, die in dieser Kolumne genannt sind.
    Für den Fall, dass Leser dieser Kolumne Positionen eines genannten Titels in einem Umfang erwerben, der dazu geeignet ist, den Preis des Titels zu beeinflussen, könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide die Fonds im Falle der Veräußerung des Titels aus deren Portfolio nach einem solchen Kursanstieg vom Erwerb des Titels durch die Leser der Kolumne profitieren. Auch im Falle eines Verkaufs in einem entsprechenden Umfang durch Leser der Kolumne könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide Fonds von fallenden Kursen durch günstigere Einstiegskurse im Falle eines späteren Kursanstiegs profitieren.

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