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Elsässers Auslese

Telegramm aus Asien – Börsengänge steuerlich fördern!

Markus Elsässer Value Investor

Ein unerwarteter Hinweis aus Asien: ein staatliches Programm, um mehr Firmen an die Börse zu bringen. Von zahlreichen privaten Erfolgsunternehmen könnten auch deutsche Anleger profitieren.

In Asien sparen börsengelistete Unternehmen bei der Ertragssteuer. Quelle: dpa

Zur Zeit bin ich in Südasien mit einer Unternehmer-Delegation unterwegs. Der deutsche Ostasien-Verein hat die Reise organisiert. Neben hochrangigen Regierungsvertretern, Vorsitzenden verschiedener Verbandsorganisationen und Handelskammern hat unsere Delegation die Möglichkeit, Unternehmer aus verschiedenen Branchen vor Ort zu treffen.

Alles geht leicht von der Hand. Auffällig ist die stets freundliche Atmosphäre, mit der man aufgenommen wird. In kurzer Zeit erhält man tiefe Einblicke in die Geschäftsaussichten und Möglichkeiten der Länder.

Der Zugang zur politischen und wirtschaftlichen Oberschicht eines Landes ist von unschätzbarem Wert. Im Verlauf der Gespräche rundet sich das Bild in kurzer Zeit ab. Das Mosaik aus Versprechungen, idealisiertem Denken und realistischen Einschätzungen wird auf der Reise von Tag zu Tag klarer. Das Eintauchen in Probleme des Alltags einerseits im Vergleich zu den langfristigen Geschäftstrends andererseits ermöglicht jedem Delegationsmitglied einen eigenen Fahrplan für das weitere Vorgehen zu entwickeln.

Zur Person

Bei meinen Reisen wird mir immer wieder klar, wie wertvoll das Vergleichen verschiedener Länder ist. Wer nur die Verhältnisse eines Landes kennt, kann die spezifischen Gegebenheiten nicht einordnen und nicht in der Weltperspektive sehen. Verstrickt im Detailwissen um die nationalen Rahmenbedingungen neigt der „Lokalmatador“ zur Überfokussierung: Entweder neigt er aus Frust zum durchaus verständlichen Pessimismus oder er ist ungerechtfertigt euphorisch.

Von daher kann ich die Teilnahme an gut organisierten Delegationsreisen mit tiefen Landeskontakten sehr empfehlen. Nur so werden Sie im Verlauf der Zeit durch persönliche Gespräche und private Einblicke ein halbwegs abgerundetes Bild über unsere globale Wirtschaft bekommen.

Und manchmal werden Sie auf Ideen gebracht, mit denen Sie vorher gar nicht gerechnet haben. Vergangene Woche hatte ich so eine Begegnung, eine schöne Bestätigung für den alten Spruch „Reisen bildet“:

Auf dem abendlichen Empfang eines Unternehmers aus der Logistikbranche wurde mir eine lokale Immobilieninvestorin vorgestellt. Sie war erst Mitte vierzig, gehörte aber schon zur Immobilien-Elite ihres Landes. Als „Selfmade Unternehmerin“ hatte sie ihre Firma gleich nach dem Studium gegründet und aus kleinsten Anfängen aufgebaut. Ihre Geschäfte laufen gut, die weiteren Aussichten sind ausgezeichnet. Der Bauboom im Land ist greifbar. Es gibt viel zu tun.

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