Ende der Haltefrist Twitter-Aktie rauscht in die Tiefe

Ein halbes Jahr nach dem Twitter-Börsengang sind die Papiere des Social-Media-Konzerns auf den niedrigsten Stand seit dem Start abgerutscht. Grund war der Ablauf der Haltefrist für Alteigentümer.

Das Twitter-Symbol ist an der New York Stock Exchange zu sehen. Quelle: REUTERS

Der Aktienkurs von Twitter ist eingebrochen, nachdem frühe Investoren und Mitarbeiter am Dienstag ihre Anteilsscheine verkaufen durften. Bis zum Börsenschluss in New York verlor das Papier annähernd 18 Prozent an Wert auf 31,85 Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit dem Börsengang im November vergangenen Jahres. Auf einen Schlag waren vier Milliarden Dollar Unternehmenswert weg. Nachbörslich rutschte der Kurs weiter ab.

Im regulären Handel an der New Yorker Börse wechselten zehnmal so viele Twitter-Aktien den Besitzer wie an einem durchschnittlichen Tag. Hintergrund ist der Ablauf einer Haltefrist für Alteigentümer ein halbes Jahr nach dem Börsengang. Die Mitgründer Jack Dorsey und Evan Williams sowie Firmenchef Dick Costolo hatten jedoch erklärt, ihre Anteile bis auf weiteres behalten zu wollen.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Aktien zum Ablauf der Haltefristen nachgeben. So hatte das Papier der Firma Gogo, die Internet-Zugänge in Flugzeugen anbietet, im vergangenen Dezember an dem Tag 16 Prozent verloren. Bei einigen anderen Internet-Unternehmen wie dem Bewertungsportal Yelp gab es dagegen sogar Kursgewinne.

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Twitter hatte seine Aktien im November für 26 Dollar das Stück verkauft. Der Kurs kletterte sofort nach dem Handelsstart und erreichte am zweiten Weihnachtstag einen Höchststand bei 73 Dollar. Seitdem geht es abwärts, weil die Nutzerzahl von Twitter in den Augen vieler Börsianer zu langsam wächst. Erst in der vergangenen Woche hatte die Aktie nach der Präsentation des Geschäftsberichts für das erste Quartal kräftig eingebüßt.

Hintergrund für die schwache Kursentwicklung ist, dass die Nutzerzahl von Twitter in den Augen vieler Börsianer zu langsam wächst. Im vergangenen Quartal stieg die Zahl der Nutzer von 241 auf 255 Millionen. Zugleich verbuchte der Kurznachrichtendienst einen Verlust von 132 Millionen Dollar.

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