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Erfolgreiche Vermögensverwalter Trendsucher für die beste Geldanlage

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Silberklumpen aus einer Silbermine Quelle: rtr

Derzeit dämpft Käsdorf den um sich greifenden Optimismus, auch wenn viele den Dax am Jahresende über 8000 Punkte sehen. Die aktuelle Rally werde die Kurse nicht nachhaltig über frühere Höchststände hinaustreiben. Die Aktienmärkte befänden sich insgesamt in einem langen Seitwärtszyklus befänden, so Käsdorf. Dieser Zyklus habe schon im Jahr 2000 begonnen und werde wahrscheinlich nicht vor 2020 enden. Um so wichtiger sei es, dass richtige Timing für die mittelfristigen Trends zu finden.

Wann ein Trend beginne oder ende, sage ihm der Chart, so wie 2001 als der Goldpreis nach dem Tiefpunkt Ende März bei 258 Dollar je Unze wieder nach oben drehte. Er kaufte zunächst Gold-Zertifikate, später Gold-Indexfonds und Minenwerte. "Viele Experten haben versucht, mir den Goldkauf mit dem Argument auszureden, es gebe keinen ökonomischen Grund für einen steigenden Goldpreis“, sagt Käsdorf. Die Goldskeptiker hätten allerdings das psychologische Moment unterschätzt. Wie die Anleger ticken, lasse sich frühzeitig am Chart ablesen, lange bevor die Signale in der Realwirtschaft angekommen sind.

Auch wenn der Goldpreis derzeit eine Verschnaufpause einlege, sei der langfristig positive Trend für Edelmetalle ungebrochen. Dass er in den vergangenen Wochen bei Silber teilweise Gewinne mitgenommen habe, sei nur eine Momentaufnahme. Von September bis Dezember vergangenen Jahres sei der Silberpreis dem Goldpreis weit enteilt. "Die Korrektur im Januar war überfällig“, sagt Käsdorf.

Zuversicht für Gold und Silber

Dennoch bleibe er bei Gold und Silber optimistisch, denn Käsdorf misstraut den Politikern: „Ich kann nicht erkennen, dass die Regierungen Altschulden abbauen wollen.“ Es drohten weiterhin deutlich höhere Inflationsraten. Er rate daher seinen Kunden, Gold und Silber physisch als Barren oder Münzen beizumischen. Ein Anteil von 15 Prozent im Portfolio halte er für angemessen. 

Zusätzlich pickt Käsdorf für die Depots seiner Kunden gezielt Minenwerte heraus. Derzeit setzt er vor allem auf die australische Western Areas und die kanadische Silver Wheaton. „Wenn die Erleichterung über die milliardenschweren Rettungspakete für Staaten und Banken verflogen ist, werden auch die Preise für Rohstoffe und Edelmetalle wieder anziehen“, sagt Käsdorf.

Auch bei Nahrungsmittel- und Agraraktien sei der Aufwärtstrend intakt. Sie eigneten sich zudem als Inflationsschutz, so der Plutos-Manager. Schließlich seien die Lebensmittelpreise in Deutschland im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent gestiegen, die Verbraucherpreise insgesamt um nur 1,1 Prozent. Er setze daher beispielsweise auf Nestlé oder McDonald's. Deren Geschäftsmodell, preiswerte Lebensmittel für die breiten Massen zu produzieren, funktioniere auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. 

Kaufen, was man kennt

Wenn sich ein attraktiver Trend auftut, greift Käsdorf gelegentlich auch zu ausländischen Aktien. Eigentlich fühlt er sich aber auf heimischer Scholle wohler. Damit er ruhigen Gewissens eine Aktie kaufen kann, ist ihm der direkte Draht zum Management wichtig. "Bei deutschen Unternehmen kann ich einem Jahr ohne großen Aufwand, Dutzende Vorstände unter die Lupe nehmen“, sagt Käsdorf. Das lohne sich vor allem bei weniger analysierten Nebenwerten. Derzeit ist Plutos unter anderem in Süss Microtec investiert.

Auch bei Immobilien-Investments schätzt der Vermögensverwalter räumliche Nähe. „Vor einigen Jahren spielten wir mit dem Gedanken das ehemalige Rathaus, in dem wir derzeit sitzen, zu kaufen“, sagt Käsdorf. Ganz der Risikomanager, der er ist, ließ er den Gedanken wieder fallen. Sie seien davon abgekommen, weil die Auflagen des Denkmalschutzes für das Haus aus der Gründerzeit zu kostspielig seien. Zudem nage der Holzwurm am Dachgebälk.

Grundsätzlich halte er eine Immobilienquote von einem Drittel im Portfolio für angemessen, dazu zähle hauptsächlich das Eigenheim. „Das eigene Dach über dem Kopf wird die Inflation nicht wegknabbern“, sagt Käsdorf. Aber auch bei Immobilien gelte Sicherheit als oberstes Gebot. Anleger sollten sich beispielsweise nicht zu sehr auf Gutachterpreise verlassen, denn die könnten in die Irre führen. Ein Haus sei nur das wert, was potenzielle Käufer aktuell bereit sind zu zahlen. Von Gutachtern errechnete Preise seien am Markt häufig nicht zu erzielen. Diese Gefahr bestehe auch bei offenen Immobilienfonds.

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