Euro/Dollar Euro fällt erstmals seit Mai 2020 unter 1,10 Dollar

Die jüngsten Entwicklungen in der Ukraine drücken den Euro-Kurs weiter nach unten. Anleger greifen stattdessen verstärkt zu Dollar, Yen und Franken.

  • Teilen per:
  • Teilen per:
In den beiden Währungen wird ein Großteil der weltweiten Transaktionen abgewickelt. Quelle: Reuters

Der Euro hat am Freitag weiter nachgegeben und ist auf den tiefsten Stand seit knapp zwei Jahren gefallen. Am Freitagmittag liegt die Gemeinschaftswährung 0,6 Prozent im Minus bei 1,0998 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag noch auf 1,1076 Dollar festgesetzt.

Unter Druck geriet der Euro in der Nacht, nachdem auf dem Gelände des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja ein Feuer ausgebrochen war. Das Feuer soll mittlerweile gelöscht worden sein, es sollen keine kritischen Systeme betroffen sein. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem gezielten Beschuss durch russische Panzer. Als sicher geltende Währungen wie der US-Dollar, der japanische Yen oder der Schweizer Franken wurden aufgrund des Vorfalls verstärkt gesucht.

Zudem belasten wachsende Zweifel an einer baldigen Zinserhöhung der EZB den Euro. Die US-Notenbank Fed und die Bank von England (BoE) werden dagegen nach einhelliger Meinung der Anleger in den kommenden Wochen mit Zinserhöhungen auf die steigende Inflation reagieren.

Neben dem Krieg in der Ukraine dürften Marktteilnehmer Zahlen vom US-Arbeitsmarkt im Blick haben. Die Regierung veröffentlicht am Nachmittag ihren monatlichen Jobbericht. Angesichts der Geschehnisse in der Ukraine dürften die Daten aber weniger Beachtung als sonst finden.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%