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Euro/Dollar Euro fällt unter 1,13 US-Dollar – Yen legt deutlich zu

Erst am Montag erreichte die europäische Währung ein Einjahreshoch. Jetzt sank der Kurs wieder. Als sicher empfundene Währungen nahmen hingegen zu.

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Der Euro hat am Mittwoch nachgegeben und ist unter die Marke von 1,13 US-Dollar gefallen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1270 Dollar, nachdem sie am Morgen fast einen Cent mehr gekostet hatte. Noch am Montag war der Euro auf ein Einjahreshoch gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1336 (Dienstag: 1,1390) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8822 (0,8780) Euro.

Gefragt waren zur Wochenmitte vor allem als sicher empfundene Währungen. Dazu gehört in erster Linie der japanische Yen, der zum amerikanischen Dollar um etwa ein Prozent zulegte. Auslöser waren die US-Börsen, die wegen der Coronavirus-Krise erneut kräftig nachgaben.

Unter Druck standen Währungen von Ländern mit starker Rohstoffproduktion wie Russland oder Südafrika. Marktteilnehmer nannten die fallenden Ölpreise als Grund. Am Montag waren die Rohölpreise so stark abgestürzt wie seit 30 Jahren nicht mehr, was zu einer Finanzmarktpanik beigetragen hatte.

Das britische Pfund bewegte sich unterdessen kaum, obwohl die Bank of England ihren Leitzins senkte. Der Schritt von 0,5 Prozentpunkten, mit dem die Folgen der Virus-Krise abgefedert werden sollen, entspricht im Ausmaß einer Reduzierung der US-Notenbank Fed von vor etwa einer Woche. Der britische Schatzkanzler Rishi Sunak kündigte staatliche Erleichterungen für von der Krise besonders getroffene Unternehmen an.

Nachdem die Fed und die Bank of England auf die Coronavirus-Krise reagiert haben, wird von der EZB ebenfalls eine Reaktion erwartet. Der geldpolitische Rat wird seine Entscheidungen nach seiner Sitzung an diesem Donnerstag bekanntgeben. Analysten können sich eine zusätzliche Zinssenkung, neue Billigkredite für die Banken oder eine Ausweitung der Anleihekäufe vorstellen.

Außerdem gilt es als denkbar, dass die Kapitalanforderungen für die Banken reduziert werden, um deren Spielraum für die Kreditvergabe zu erhöhen. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87690 (0,87385) britische Pfund, 118,55 (118,65) japanische Yen und 1,0591 (1,0594) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1649 Dollar gehandelt. Das war in etwa so viel wie am Vortag.

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