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Euro/Dollar Euro-Kurs steigt - Dollar bei Anlegern nicht gefragt

Wie schon am Vortag legt der Euro auch am Donnerstag zu. Christine Lagarde verteidigt derweil die Fed gegen die Kritik von Donald Trump.

Im Verlauf der Handelswoche ist der Euro um mehr als einen Cent gestiegen. Quelle: Reuters

FrankfurtDer Euro hat am Donnerstag an die Kursgewinne vom Vortag angeknüpft. Die Gemeinschaftswährung profitierte von einer Dollar-Schwäche. Am frühen Morgen stieg der Kurs des Euro zeitweise bis auf 1,1572 US-Dollar und wurde zuletzt wieder etwas tiefer bei 1,1555 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1500 Dollar festgesetzt.

Trotz massiver Kursverluste an den US-Aktienmärkten am Vorabend nutzten Anleger den Dollar nicht wie gewöhnlich als sicheren Hafen. Marktbeobachter verwiesen auf jüngste Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der die Geldpolitik der Notenbank Fed in ungewöhnlich scharfen Worten kritisiert hatte.

„Ich denke, dass die Fed einen Fehler macht“, sagte Trump in der Nacht zum Donnerstag auf die Frage eines Journalisten nach dem heftigen Kursrückgang an der Wall Street. Die Notenbank fahre geldpolitisch einen zu straffen Kurs. „Ich denke, dass die Fed verrückt geworden ist“, fügte der US-Präsident hinzu. Zuvor hatte er bereits mehrfach die seiner Meinung nach zu schnell steigenden Zinsen in den USA bemängelt.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, kritisierte die jüngsten Äußerungen des US-Präsidenten. Sie betonte, dass Zentralbanken ihre Zinsentscheidungen gemäß ökonomischen Indikatoren treffen müssten. Wenn das Wachstum stark und die Arbeitslosigkeit extrem niedrig sei, müssten Notenbanker „die Entscheidungen treffen, die sie treffen“, sagte Lagarde.

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