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Euro/Dollar Euro legt stark zu

Wegen eines schwachen Dollars ist der Euro über die Marke von 1,10 US-Dollar gestiegen. Grund für die Dollar-Schwäche sind Spekulationen auf fallende US-Zinsen.

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In den beiden Währungen wird ein Großteil der weltweiten Transaktionen abgewickelt. Quelle: dpa

Der Euro hat am Donnerstag stark zugelegt und ist über die Marke von 1,10 US-Dollar gestiegen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1006 Dollar und damit über einen Cent mehr als im frühen Handel. Ausschlaggebend war der US-Dollar, der auf breiter Front nachgab. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Euro-Referenzkurs auf 1,0964 (Mittwoch: 1,0875) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9121 (0,9195) Euro.

Nicht nur der Euro, auch viele andere Währungen legten zum US-Dollar erheblich zu. In Asien profitierten vor allem Währungen, die in den vergangenen Wochen wegen der Coronavirus-Krise erheblich unter Druck geraten waren, etwa der thailändische Baht. In Europa stiegen besonders deutlich die dänische und schwedische Krone sowie der ungarische Forint und die tschechische Krone.

Ausgelöst wurde die Dollar-Schwäche durch zunehmende Spekulationen auf Zinssenkungen durch die amerikanische Zentralbank Fed. Hintergrund ist das sich ausbreitende Coronavirus und die konjunkturellen Schäden, die damit verbunden werden. „Der Markt spekuliert auf fallende US-Zinsen, weil sie noch fallen können“, kommentierte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank.

Damit spielt die Expertin auf den vergleichsweise hohen Zinssenkungsspielraum der amerikanischen Notenbank an. In den USA liegen die Leitzinsen deutlich höher als in anderen großen Wirtschaftsräumen wie der Eurozone oder Japan. „Man kann sich nicht sicher sein, ob die EZB ihre Zinsen noch weiter senken kann beziehungsweise will“, sagte Nguyen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84995 (0,84150) britische Pfund, 120,46 (120,13) japanische Yen und 1,0627 (1,0606) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1655 Dollar gehandelt. Das waren gut 14 Dollar mehr als am Vortag.

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