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Euromicron im TecDax "50 Prozent des Gewinns als Dividende"

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"Bis zu 3,3 Millionen neue Aktien"

Kommunikations- und Datennetze sind das Geschäft von Euromicron Quelle: dpa

Wie wollen Sie vorgehen?

Für 2013 ist eine kleine Kapitalerhöhung mit Ausschluss des Bezugsrechts vorgesehen, um ausgewählten Investoren eine Chance zu geben. Im weiteren Verlauf ist nochmals eine größere Erhöhung mit etwa zwei Millionen Aktien vorgesehen, die parallel unser Wachstum unterstützen soll, um nachhaltig rund 45 Prozent Eigenkapital sicherzustellen.

Je mehr Aktien Sie ausgeben, desto mehr wird das Kapital Ihrer Altaktionäre verwässert. Keine Angst, dass dann der Kurs rutscht?

Späth: Wir haben einen strategischen Fokus: Die Marktkapitalisierung soll auch in nach unten schwankenden Börsen die Grenze von 100 Millionen Euro nicht mehr unterschreiten. Mit der letzten Kapitalerhöhung haben wir bewiesen, dass die Rücknahme des Kurses im Rahmen der Erhöhung schnell wieder aufgeholt werden kann.

Wie stark sind Sie beteiligt?

Ich halte 20.000 Aktien, habe bisher noch nie verkauft und beabsichtige dies auch nicht.

Was bedeutet Ihre Wachstumsstrategie für die Dividende?

Wir behalten unsere Dividendenpolitik bei und werden der Hauptversammlung 2012 vorschlagen, erneut rund 50 Prozent des Gewinns auszuschütten. Das wäre eine Dividende von 1,15 Euro je Aktie. Obwohl eine Reihe von Investoren uns häufig empfiehlt, das Geld für schnelles Wachstum einzusetzen, sind wir überzeugt, dass unsere rund 10.000 Aktionäre auf eine gute Verzinsung ihres Kapitals Wert legen.

Sie machen 87 Prozent vom Umsatz in Deutschland. Verschiebt sich das künftig?

Das ist nicht in großem Umfang zu erwarten, der deutsche Markt hat in den nächsten 10 bis 15 Jahren enormes Potenzial für unser Geschäft. Kommunikationsstrukturen haben extremen Modernisierungsbedarf, um die Anforderungen der Zukunft zu bewältigen.

Ihr Börsenwert liegt bei nur rund 150 Millionen Euro, was nicht mal dem halben derzeitigen Jahresumsatz entspricht. Werden Sie selber zum Übernahmeziel?

Ich hätte nichts gegen einen Anker-, wohl aber was gegen einen Private-Equity-Investor, der ein Unternehmen nur verschulden würde. Das hat das Unternehmen hinter sich gebracht, als es die 55 Millionen Euro Schulden in meinen ersten fünf Jahren aus dem operativen Geschäft tilgen musste, das brauchen wir nicht noch mal. Ich werde mich daher mit aller Kraft für eine ausgewogene Aktionärsstruktur einsetzen.

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