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Fastfood-Kette Burger für die Börse

Burger King will nur zwei Jahre nach dem Abschied von der Börse zurück aufs Parkett. Bei der neuen IPO soll Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen helfen.

Das Erfolgsrezept von McDonald's
"Golden Arches" Quelle: dapd
Ray Kroc Quelle: dpa
Der McDonalds-Clown Quelle: AP
McDonald's in Deutschland
McDrive Quelle: AP
Günter Wallraff Quelle: dapd
McCafé Quelle: REUTERS

Die weltweit zweitgrößte Hamburger-Kette Burger King kehrt nach mehr als einem Jahr an die Börse zurück. Es ist die Folge eines Milliardendeals, an dem der Karstadt-Besitzer Nicolas Berggruen beteiligt ist. Burger King war im Oktober 2010 für vier Milliarden Dollar vom Finanzinvestor 3G Capital gekauft und anschließend von der US-Börse genommen worden. Jetzt geht Burger King mit der in Großbritannien angesiedelten Investmentfirma Justice zusammen, unter deren Gründern Berggruen ist. Die Justice-Aktionäre werden an der neuen Firma Burger King Worldwide 29 Prozent halten. 3G bekommt 1,4 Milliarden Dollar ( 71 Prozent) und bleibt Hauptaktionär. Das Debüt in New York wird binnen zwei bis drei Monaten erwartet, wie die Firma am Mittwoch mitteilte.

Justice selbst wird angesichts des Zusammengehens mit Burger King die eigene Börsennotiz in London ab sofort aufgeben. Der Investor sagt Burger King eine ertragreiche Zukunft voraus: Der Kerngewinn werde 2012 fast
doppelt so hoch ausfallen wie 2010. Burger King betreibt weltweit mehr als 12.000 Fast-Food-Restaurants, die meisten davon im Franchise-Betrieb.

Burger-Aktie

Konkurrent McDonalds dagegen ist seit 1965 an der Börse - und das sehr erfolgreich. Die ersten Aktien wurden damals zu einem Preis von 22,50 US-Dollar verkauft - als die Börse nach dem ersten Handelstag schloss, stand der Kurs schon bei 30 Dollar. Derzeit kostet ein Papier der Burger-Braterei rund 75 Euro. Wer vor 47 Jahren ein Paket von 100 McDonalds-Aktien zu je 2,50 Dollar gekauft hat, kann sich heute über mehr als zwei Millionen Dollar freuen.

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Der große Rivale McDonald's hat Burger King in den vergangenen Jahren aber nicht nur an der Börse klar abgehängt. Unter anderem dank gesünderer Speisen im Angebot und eines Umbaus der Restaurants mit Kaffeetheken wuchs die weltweite Nummer eins viel schneller. Zuletzt verlor Burger King sogar in einem Monat erstmals den zweiten Platz im US-Markt an den Konkurrenten Wendy's. Burger King kündigte erst kürzlich ebenfalls eine Erneuerung des Menüplans an. „Wir glauben, dass es die richtige Zeit für Burger King ist, an die US-Börse zurückzukehren“, sagte Finanzchef Daniel Schwartz. Damit werde die Marke für langfristiges Wachstum positioniert.

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