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Finanzaktien Banken proben das Börsen-Comeback

Europäische Bankaktien stehen im Zentrum der Schuldenkrise, ihre Kurse sind ein Trauerspiel – und doch geben sie Kaufsignale. Selbst für die Commerzbank winkt eine Erholung - allerdings mit Risiken.

Montage des Commerzbank-Logos an einer Filiale Quelle: dpa

Die Bilanz der Commerzbank wird gut ausfallen, Spielräume aber wurden bis zum Letzten ausgereizt. Wenn das noch immer teilverstaatlichte Bankhaus am kommenden Donnerstag Jahreszahlen vorlegt, könnte es bis zu 1,6 Milliarden Euro Nettogewinn präsentieren. Die festgestellte Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro will Vorstandschef Martin Blessing mit 6,3 Milliarden locker schließen; und dass die Bank gerade eine Anleihe platzieren konnte, stimmt zuversichtlich.

So gesehen wäre die Kurserholung der Commerzbank-Aktie untermauert. Der Haken dabei: Alle Zahlen sind so extrem auf Kante genäht, dass die Aktie ein Zockerpapier bleibt. Eine realistische Abwertung ihrer Griechenland-Anleihen um 70 Prozent würde den Gewinn wahrscheinlich um mehr als 600 Millionen Euro drücken.

Ob die Commerzbank angesichts der flauen Konjunktur in der ersten Hälfte 2012 wie geplant 1,2 Milliarden Euro verdient, ist zweifelhaft. Dazu läuft die Abwicklung der Problemtochter Eurohypo zäh, und neue Prozessrisiken um Hybridanleihen könnten das Kernkapital bedrohen. Dass es mit dem Aktienkurs nun wieder dauerhaft aufwärts geht, ist noch keineswegs ausgemachte Sache.

Die wertvollsten Bank-Marken der Welt
Platz 15: Die staatsgeführte Bank of China ist nicht nur das zweitgrößte, sondern auch das älteste Geldinstitut der Volksrepublik. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich die Bank of China in Sachen Markenwert um zwei Plätze steigern. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 12,86 Milliarden US-Dollar. Die Ergebnisse stammen vom Brand Finance Banking 500 - einer Erhebung, die das amerikanische Beratungsunternehmen Brandfinance mit dem Fachblatt "Te Banker" erarbeitet hat. Quelle: REUTERS
Platz 14: Das größte Kreditinstitut der Bundesrepublik, die Deutsche Bank, konnte 2011 trotz der europäischen Banken-Krise respektable Ergebnisse vorlegen. Die Universalbank konnte ihre Vorjahres-Platzierung erneut verteidigen. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 12,9 Milliarden US-Dollar. Quelle: dapd
Platz 13: Die Banco Itaú ist die größte Bank in Brasilien und ganz Lateinamerika. Hervorgegangen ist das Unternehmen aus der Fusion der beiden Banken Banco Itaú und der Unibanco. Im Vergleich zum Vorjahr hat das Geldhaus zwei Plätze eingebüßt. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 13,2 Milliarden US-Dollar. Quelle: dpa
Platz 12: Die drittgrößte Bank Großbritanniens ist im Vergleich zum Vorjahr um ganze fünf Plätze nach unten gerutscht. Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten sind 2011 auch an Barclays nicht spurlos vorübergegangen. Dennoch übertrifft das international agierende Finanzunternehmen in Sachen Markenwert alle anderen britischen Bankhäuser, abgesehen von HBSC. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 13,6 Milliarden US-Dollar. Quelle: REUTERS
Platz 11: Gemessen an der Bilanzsumme ist die Industrial & Commercial Bank of China ( ICBC) die größte Bank Chinas. Dennoch musste das Haus in Sachen Markenwert einen kleinen Verlust hinnehmen - im Vergleich zum Vorjahr fiel das Unternehmen drei Plätze nach unten. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 15,2 Milliarden US-Dollar. Quelle: REUTERS
Platz 10: Die China Construction Bank (CCB) gehört zu den vier größten Banken der Volksrepublik. In Sachen Markenwert hat es das Geldhaus nicht nur geschafft, den Konkurrenten ICBC zu überrunden, sondern auch die Spitzenposition unter den chinesischen Banken einzunehmen. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 15,5 Milliarden US-Dollar. Quelle: dpa
Platz 9: Die Banco Bradesco gehört zu den vier größten Banken Brasiliens. Im Vergleich zum Vorjahr büßte das Geldinstitut drei Plätze in Sachen Markenwert ein, ist unter den brasilianischen Konkurrenten aber immer noch Spitzenreiter. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 15,7 Milliarden US-Dollar. Quelle: Presse
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