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Finanzaufsicht fürchtet neue Krise BaFin warnt vor Deregulierung

„Wir brauchen Wachsamkeit und wenn erforderlich Rigidität in der praktischen Anwendung“, fordert BaFin-Präsident Felix Hufeld. Quelle: dpa

Um von der nächsten Finanzkrise nicht überrascht zu werden, fordert die deutsche Finanzaufsicht BaFin eine gute und angemessene Regulierung und Aufsicht und warnt gleichzeitig vor Deregulierung.

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Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt zehn Jahre nach der Finanzkrise vor einer Aufweichung der seitdem eingeführten strengeren Regeln für Banken und Finanzmärkte. „Es darf keinen regulatorischen Schweinezyklus geben“, sagte Bafin-Chef Felix Hufeld auf einer Bankenkonferenz in Frankfurt. Um von der nächsten Finanzkrise nicht überrascht zu werden, sei eine gute und angemessene Regulierung und Aufsicht nötig. „Aber wir brauchen auch Wachsamkeit und wenn erforderlich Rigidität in der praktischen Anwendung. Was wir nicht brauchen, ist ein erneuter Rückfall in Deregulierung und Aufsicht der leichten Hand.“ Wer dies wolle, „macht die nächste Krise zwar besonders gut planbar, allerdings in einer Weise, die uns nicht lieb sein kann“, warnte Hufeld, der seit 2015 an der Spitze der deutschen Finanzaufsicht steht. „Die ließe dann nämlich nicht lange auf sich warten.“

In den USA wird derzeit eine deutliche Aufweichung der regulatorischen Anforderungen für Banken geprüft. Viele Banken in Deutschland und Europa fordern deshalb, dass sie gegenüber der Konkurrenz von jenseits des Atlantiks zurückfallen, wenn Regulierung und Aufsicht nicht auch hierzulande wieder abgebaut werden. „Es gibt eine Menge berechtigte Fragen, um die man sich kümmern muss“, sagte der Bafin-Chef. Doch dürfe man nicht wieder in eine Welle der Deregulierung hineinspringen.

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