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Finanzkrise US-Finanzaufsicht warnt vor Crash durch Eurokrise

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Händler an der New Yorker Quelle: dpa

Schon jetzt sind die Risikoaufschläge für Hellas-Anleihen so hoch wie nie seit Bestehen der Euro-Zone, für zehnjährige Papiere liegt die Marktrendite derzeit bei mehr als 18 Prozent, für zweijährige Anleihen verlangen die Investoren sogar über 25 Prozent Zinsen. Viele Marktteilnehmer haben in Bezug auf ihre Anlagen in Griechenland den Stahlhelm übergezogen und bringen ihre Schäfchen in Sicherheit. Die Kosten für die Ausfallversicherung griechischer Papiere stiegen am Donnerstag kräftig - der Anstieg war so stark, wie es insgesamt kostet, indonesische Bonds abzusichern. Ein Anstieg in dieser Höhe impliziert, dass sich Griechenland rapide auf die Insolvenz zubewegt.

Sollte Griechenland ungeordnet in die Staatspleite rutschen, dürfte das auch die Anleihen von vielen anderen Euro-Staaten auf Talfahrt schicken - Irland, Portugal, Spanien, aber auch Italien, Belgien oder sogar Frankreich. Für die Banken und die EZB wäre das mit enormen Verlusten verbunden. Ein ähnliches Szenario führte nach der Lehman-Pleite 2008 zur internationalen Finanzkrise. Die schwierige innenpolitische Lage in Griechenland und das zähe Ringen Europas um weitere Hilfen tun ihr übriges. Doch die Stimmen der Investoren klingen deutlich entspannter.

Panik klingt anders

Bei einer Umfrage von Allianz Global Investors unter institutionellen Anlegern, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, wurde eine Staatsanleihen-Krise als drittgrößtes weltweites Risiko genannt - nach höheren Zinsen und einem Kursverfall am Aktienmarkt. Und bei einer Reuters-Analystenveranstaltung zeigten sich die Experten zuversichtlich, dass die weltweiten Märkte von der Krise in Griechenland abgeschirmt werden können. Mehrere Investoren gaben an, weiterhin europäische Aktien und Staatsanleihen von Spanien und Italien zu kaufen. Panik klingt anders. Mit zur Beruhigung trägt auch bei, dass die Griechenland-Krise nicht erst seit gestern tobt und damit die Investoren anders als Lehman nicht auf dem falschen Fuß erwischen dürfte. Auf den schlimmsten Fall - einer von Griechenland ausgelösten globalen Finanzkrise - sind die Marktteilnehmer aber nicht eingestellt. Sollten die Bemühungen zur Rettung Griechenlands scheitern, kommen auf den weltweiten Finanzmarkt schwierige Zeiten zu.

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