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Fünf Millionen Dollar Facebook-IPO brockt Morgan Stanley Strafzahlung ein

Die Pannen beim Facebook-Börsengang haben für den Morgan Stanley finanzielle Konsequenzen. Der US-Bundesstaat Massachusetts verurteilte das US-Geldhaus zur Zahlung von fünf Millionen Dollar. Grund: Banker hätten dem sozialen Netzwerk geholfen sensible Finanzinformationen selektiv zu streuen.

Die Gewinner des Facebook-Börsengangs
Peter Thiel ist bekannt für seine verrückten Investmentideen. Quelle: REUTERS
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Quelle: dapd
Dustin Moskovitz Quelle: dapd
Facebook-Managerin Sheryl Sandberg Quelle: REUTERS
Napster-Gründer Sean Parker Quelle: AP
Internet-Invester Yuri Milner Quelle:
Accel Partners & James BreyerZusammen mit der Investmentfirma Accel Partners war James Breyer (r.) einer der ersten Geldgeber Facebooks: 12,7 Millionen Dollar investierten die Partner 2005 in das soziale Netzwerk. Mit 201,34 Millionen Aktien hat sich dieses Investment auf jeden Fall gelohnt. Zum Börsengang planen die Geldgeber jetzt 38,2 Millionen Aktien davon zu verkaufen – und würden damit 1,34 Milliarden Dollar einstreichen. Quelle: dapd

Die Probleme beim Facebook-Börsengang kommen den Konsortialführer Morgan Stanley teuer zu stehen: Die amerikanische Bank muss eine Strafe von fünf Millionen Dollar zahlen, so die Börsenaufsicht des US-Staates Massachusetts. Sie warf der Bank vor, niedrigere Umsatzzahlen nur einigen Analysten und nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu haben. Morgan Stanley räumte keine Schuld ein, stimmte jedoch der Zahlung zu.

Der Vorsitzende der Finanzaufsicht von Massachusetts, William Galvin, begründete die Strafe damit, dass Banker von Morgan Stanley dem sozialen Netzwerk geholfen hätten, sensible Finanzinformationen selektiv zu streuen. Damit seien Analysten missbräuchlich beeinflusst worden.

Die größten Sorgen von Facebook

Im Mittelpunkt des Vorwurfs stand eine Telefonkonferenz mit dem Leiter der Finanzabteilung und den Analysten von Großinvestoren. In der Konferenz wurden Umsatzzahlen vorgestellt, die nicht in den Dokumenten genannt wurden, die Facebook eine Woche vor dem Börsengang bei der Börsenaufsicht einreichte. Die Zahlen waren niedriger als von vielen Analysten erwartet. Den Investoren sei durch das Vorgehen von Morgan Stanley ein deutlicher Nachteil entstanden, erklärte die Börsenaufsicht von Massachusetts.

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Der auch von technischen Pannen begleitete Börsengang im Mai hat die Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen und ist Gegenstand mehrerer Klagen. Die Citigroup wurde bereits zur Zahlung von zwei Millionen Dollar verurteilt. Auch die umstrittene Senkung von Geschäftsprognosen durch Banken kurz vor dem IPO steht in der Kritik, die nur an einen ausgewählten Kundenkreis gegangen sein sollen.

Die Facebook-Aktie war nach ihrer mit großer Euphorie erwarteten Erstnotiz schon bald wegen aufkommender Zweifel an den Geschäftsaussichten abgestürzt.

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