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Funkmasten-Betreiber Vantage Towers steht vor dem größten europäischen Börsengang des Jahres

Die Funkmasten-Tochter von Vodafone könnte mit ihrem Börsengang bis zu 2,8 Milliarden Euro erlösen. Vantage werden die Erlöse aber nicht zu Gute kommen.

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Der Börsengang von Vantage Towers markiert einen Strategieschwenk in der Telekommunikationsbranche. Quelle: Reuters

Der Funkmasten-Betreiber Vantage Towers könnte in Frankfurt den bisher größten Börsengang des Jahres in Europa hinlegen. Der britische Mobilfunk-Konzern Vodafone kündigte am Dienstag an, dass die Neuemission seiner Funkmasten-Tochter bis zu 2,8 Milliarden Euro schwer werden könnte.

Die Preisspanne für die angebotenen Aktien wurde zwischen 22,50 und 29,00 Euro je Stück festgelegt. Daraus ergibt sich eine Marktbewertung von Vantage Towers von bis zu 14,7 Milliarden Euro.

„Die Nachfrage nach Daten und Konnektivität in ganz Europa treibt das Wachstum in der Funkturmbranche“, sagte Firmenchef Vivek Badrinath. Vantage Towers werden selbst keine Erlöse aus dem Gang aufs Parkett zufließen, stattdessen wird Vodafone das Geld in die Hand nehmen, um den hauseigenen Schuldenberg abzutragen.

Die Zeichnungsfrist beginnt am Dienstag und soll voraussichtlich am 17. März enden. Einen Tag später soll die Aktie erstmals auf dem Frankfurter Parkett gehandelt werden. Vantage kümmert sich inzwischen um 82.000 Standorte in zehn europäischen Ländern - ein Großteil davon in Deutschland. Dies spielte auch eine Rolle bei der Wahl des Börsenplatzes.

Die Stimmung für Börsengänge ist so gut wie lange nicht. Anfang Februar debütierte der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 in Frankfurt und wurde mit knapp zwölf Milliarden Euro bewertet. Mit einem Volumen von 1,8 Milliarden Euro war das Berliner Start-up die bislang größte Aktienemission des Jahres in Deutschland, europaweit nur getoppt von der polnischen InPost in Amsterdam.

Bei Vantage Towers liegt die Höhe des Basisangebots aus dem Verkauf von bis zu 88.888.889 Aktien bei zwei Milliarden Euro, zusammen mit einer Mehrzuteilungsoption und einer Aufstockungsmöglichkeit könnten es am Ende 2,8 Milliarden Euro sein. Vantage hat bereits zwei Ankerinvestoren gewonnen, die sich zum Kauf von Aktien im Wert von fast einer Milliarde Euro zum Angebotspreis verpflichtet haben - zum einen der Infrastrukturinvestor Digital Colony und zum anderen RRJ, ein in Singapur ansässiger globaler Beteiligungsfonds.

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