Fußballclub Manchester United drückt aufs Tempo

Der Traditionsverein Manchester United will schnell an die Wall Street: Laut mehreren Berichten soll die Roadshow schon nächste Woche starten. Bereits Anfang August könnte der Aktienhandel starten.

Fußballklubs am Kapitalmarkt
Manchester United ist in Großbritannien, was der FC Bayern München in der Bundesliga ist. Im Vordergrund Stürmerstar Wayne Rooney Quelle: dapd
ManU gehört dem Milliardär Malcolm Glazer Quelle: dpa/picture-alliance
Fußballübertragung der Bezahlsenders Sky Quelle: dapd
Dortmund-Spieler Sebastian Kehl und Mats Hummels nach dem Sieg im DFB-Pokalfinales 2012 Quelle: REUTERS
In Dortmund wurde geklotzt: Mit dem Signal Iduna Stadion entstand im Revier das größte Fußballstadion Deutschlands. Es fasst 81.000 Besucher. In der Finanznot wurde es verkauft, zurückgemietet und schließlich wieder zurückgekauft - jedesmal, um Geld zu sparen Quelle: dpa
Borussia Dortmund: Kevin Groskreutz feiert sein Tor im DFB-Pokalfinale in Berlin Quelle: REUTERS
Auch der bei Dortmundfans verhasste Rivale Schalke 04 aus dem nahen Gelsenkirchen gönnte sich ein großes, teures Stadion. Die hohen Schulden des Vereins sollten neu strukturiert werden, um die Kreditkosten zu senken. Die Vereinsführung entschloss sich, 100 Millionen Euro von Anlegern einzusammeln. Allerdings nicht mittels Börsengang und der Ausgabe neuer Aktien. (Im Bild die Schalke-Spieler Jefferson Farfán und Klaas-Jan Huntelaar) Quelle: dpa

Beim Börsengang von Manchester United scheint nun alles ganz schnell zu gehen: Schon in der kommenden Woche könnte der englische Fußball-Rekordmeister die sogenannte Roadshow starten, mit der sich der Club bei möglichen Investoren vorstellt. Anfang August könnte dann der Handel mit den Aktien starten, berichteten mehrere US-Medien am Donnerstag unter Berufung auf eingeweihte Personen.

Der Verein selbst äußerte sich nicht - für ihn gelten momentan strenge Regeln, was er sagen darf und was nicht. Manchester United hatte nach langem Hin und Her erst Anfang dieses Monats verkündet, ausgerechnet im Baseball- und Football-Land USA an die Börse gehen zu wollen. Der Besitzer des Vereins - die Milliardärsfamilie Glazer - kommt aus den Vereinigten Staaten. Dort sitzen auch zahlreiche finanzkräftige Investoren. Insgesamt wolle Manchester United 300 Millionen Dollar (244 Mio Euro) beim Sprung aufs Parkett einsammeln, schrieben die „Financial Times“ und die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg übereinstimmend.

Manchester United ist nach einer Rangliste des US-Magazins „Forbes“ der wertvollste Fußballverein der Welt mit 2,2 Milliarden Dollar noch vor Real Madrid mit 1,9 Milliarden und dem FC Barcelona mit 1,3 Milliarden. Bayern München landet in der Aufstellung auf Rang fünf mit einem geschätzten Wert von 1,2 Milliarden Dollar.

Die Manchester-Besitzer verkaufen beim Börsengang aber nur einen kleinen Teil ihrer Anteile. Mit den Einnahmen sollen die hohen Schulden des Clubs abgebaut werden.

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