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Gbureks Geld-Geklimper Gold schlägt Aktien – bis auf Weiteres

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A goldsmith poses with gold Quelle: REUTERS

Damit kommen wir zu einer weiteren wichtigen Frage: Wie viel irrationales Verhalten steckt bereits heute in den Kursen von deutschen Bundesanleihen, im Höhenflug des Schweizer Franken, in den Preisen von Wohnimmobilien und vor allem in den Preisen von Gold und Silber? Bundesanleihen: Wenig, soweit sie als Geldparkplätze ihren Zweck erfüllen, aber viel, falls sie als Geldanlage fungieren sollen. Schweizer Franken: Eine ganze Menge, weil er die Währung eines Landes repräsentiert, das intensive wirtschaftliche Beziehungen zu den Euro-Ländern unterhält und währungspolitisch nicht von ihnen abheben kann. Wohnimmobilien: Ziemlich viel, sofern Erwartungen – vor allem hinsichtlich der angeblichen Inflationsschutz-Funktion – in die Preise eingehen.

Gold: Immer noch mäßig, solange das Schuldenproblem im Euro-Raum und in den USA keinerlei Lösung erkennen lässt und Gold die einzige allseits anerkannte internationale Liquidität bleibt. Silber: Zurzeit ebenfalls mäßig, aber das kann sich nach Überspringen der 50-Dollar-Marke schnell ändern. Natürlich taucht in diesem Kontext immer wieder die Frage auf, warum ausgerechnet Gold als zinsloses Edelmetall, dessen Preis in Dollar sich während der vergangenen zehn Jahre mehr als versechsfacht hat, nicht schon längst auf einem irrational hohen Preisniveau gelandet ist. Reicht seine Funktion als internationale Liquidität aus, um Preise über 1600 und demnächst womöglich 2000 Dollar zu rechtfertigen?

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