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Gbureks Geld-Geklimper

Konsequenzen aus der Zinswende

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Kollateralschäden mit Fonds

Die Kollateralschäden sind auch schon da: Aktienkurse fallen; und Banken, die gern Baukredite vergeben, versuchen prompt Zinserhöhungen durchzusetzen. (Wer ein Tages- oder Festgeldkonto sein Eigen nennt, muss dagegen noch etwas warten.) Fallende Aktienkurse ziehen die Preise der Aktienfonds nach unten. Und sofern diese in fondsgebundenen Lebensversicherungen stecken, müssen entsprechend engagierte Anleger mit Abschlägen rechnen.

Das ist schlecht für ihre Altersvorsorge, nur bekommen sie davon zunächst nicht viel mit, weil solche Lebensversicherungen wenig transparente komplexe Gebilde sind. Die Researchfirma Feri EuroRating hat sich deren Inneres jetzt zum dritten Mal vorgenommen und ist dabei zu ganz und gar nicht schmeichelhaften Ergebnissen gekommen. So bewegt sich der Anteil von Fonds mit Spitzenrating im Bestand der Versicherer nur um 41 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass diese sich auf bekannte Fonds großer Investmentgesellschaften konzentrieren, deren Ausbeute ziemlich mager ist.

Die besten Börsenweisheiten
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Hinzu kommt ein sonderbarer Konstruktionsfehler: Ein Drittel aller Fonds, die vor zwei Jahren im Bestand waren und weniger als 50 Millionen Euro zu verwalten hatten, sind inzwischen geschlossen oder mit anderen Fonds verschmolzen – auf Kosten der Anleger. Feri hat die Note D (unterdurchschnittlich) an die folgenden Fonds vergeben: DWS Vermögensbildungsfonds I, DWS Akkumula, Pioneer Global Ecology, JPM Europe Strategig Value und JSS OekoSar Equity Global. M&G Global Basics A Euro erhielt sogar die Note E (schwach).

Aktien ins Visier nehmen, Gold kaufen! 

Was eine Zinswende auf dem Umweg über Anleihen, Aktien und Fonds doch alles anrichten kann! Und das zu einem erheblichen Teil so, dass Anleger zunächst keinen blassen Schimmer davon mitbekommen. Fondsgebundene Lebensversicherungen waren und sind das Metier der klassischen Versicherungsvertreter und vor allem auch der großen Finanzvertriebe, deren auf den provisionsträchtigen Vertrieb getrimmte Verkäufer sie als Allheilmittel zur Altersvorsorge anpreisen und den Sachwertcharakter herausstellen, bloß weil Aktienfonds darin enthalten sind. Deshalb die Warnung: Finger weg von unverständlichen komplexen Finanzprodukten!

Neulich hat sich das Deutsche Aktieninstitut noch einmal für die direkte Aktienanlage stark gemacht, und zwar auch und gerade mit dem Ziel der Altersvorsorge. Die Frage ist allerdings, ob Anleger wirklich begreifen, worum es hier geht, nämlich um das langfristige Sparen mit Aktien durch Dick und Dünn. Im Zweifel sehen und hören sie doch beim Fernsehsender n-tv oder kurz vor der ARD-Tagesschau, warum die Aktienkurse vermeintlich wieder mal abgestürzt sind, und wenden sich entgeistert ab.

Börse



Die Zahl der direkten deutschen Aktionäre und der Aktienfondsbesitzer schrumpft seit 15 Jahren. Der Schrumpfungsprozess dürfte weiter anhalten. Doch vor allem wer jung, klug und nervenstark ist, sollte die Aktienkurse zunächst regelmäßig verfolgen und sich nach dem Ende des Kursrückgangs mit der direkten Aktienanlage anzufreunden beginnen – nicht zuletzt auch, um im Alter über ein finanzielles Polster zu verfügen, das im Zweifel viel größer sein dürfte als das der Versicherungssparer. In der Zwischenzeit dürfte die Anlage in Gold, dem Antipoden der Anleihen, Anlegern zur Freude gereichen.

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