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Geldanlage Was Top-Anlageexperten jetzt raten

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Jochen Felsenheimer Quelle: Oliver Rüther für WirtschaftsWoche

Sollten Euro-Anleger in andere Währungen flüchten?

Flossbach: Nicht flüchten, aber diversifizieren. Auch bei den Währungen gilt: Streuen und flexibel bleiben ist besser als alles in einen Korb. Ein Mix aus einigen Schwellenländerwährungen, dem Dollar, Gold und dem Franken ist deutlich weniger riskant als 100 Prozent im Euro.

Polleit: Dass Sie auch den Dollar nennen, finde ich interessant. Der wird ja gerne totgesagt. Ich persönlich glaube ja, dass der Dollar uns alle noch positiv überraschen könnte. Der Grund ist Lateinamerika. In Ländern wie Brasilien, Chile, sogar Argentinien gibt es viele Fortschritte: Rechtssysteme werden verbessert, vor allem der Eigentumsschutz. Die Bevölkerung ist jung und gut ausgebildet. Die Länder sind reich an Rohstoffen und arm an Schulden. Vor allem aber ist das Projekt der Marktliberalisierung von Alaska bis Feuerland nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Die USA dürften bei einer Realisierung ein großer Profiteur davon sein. Der Dollar wird also weiterhin eine Leitwährung bleiben, zumindest auf dem Doppelkontinent Amerika.

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    Polleit: Auch eine schöne Währung! Wahrscheinlich sogar die schönste von allen.

    Ehrhardt: Professor Polleit spielt darauf an, dass Gold heutzutage weit weniger als Rohstoff für die Schmuckindustrie gebraucht wird denn als Wertaufbewahrungsmittel. Und als solches dürfte es auch weiterhin gebraucht werden. Deshalb bin ich sehr optimistisch für Gold.

    Wie stark ist der Goldpreis derzeit von Spekulation getrieben? Man sah ja kürzlich beim Silberpreis, wie schnell auch bei den Edelmetallen die Luft wieder rausgehen kann.

    Polleit: Sehr wenig. Die Zentralbanken der starken Schwellenländer wie Russland, Indien, China sind alle dabei, ihre Goldbestände nach und nach aufzustocken. Das sind die mit Abstand größten Käufer. Sie spekulieren nicht, sondern sind klassische Langfrist-Investoren. Die Asiaten wollen nicht noch mehr Papiergeld wie Dollar und Euro; sie werden weiterhin die Goldnachfrage massiv stützen.

    Wie soll man in Gold investieren? Physisch? Oder über Zertifikate und Fonds?

    Flossbach, Polleit (unisono): Physisch! 

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