Geplanter Börsengang Alibaba geht an die Nyse

Alibaba hat sich entschieden: Der chinesische Internetkonzern geht an die US-Börse Nyse. Analysten schätzen den Wert des Unternehmens auf bis zu 160 Milliarden Dollar.

Passanten an der Hauptzentrale des chinesischen Online-Konzerns in Hangzhou Quelle: AP

Die traditionsreiche New York Stock Exchange (Nyse) hat das Rennen um den chinesischen Internetriesen Alibaba gemacht. Der Handelsplatz-Betreiber, dessen Börsengang den von Facebook übertreffen könnte, soll unter dem Symbol „Baba“ gelistet werden. Das geht aus dem am Donnerstag aktualisierten Börsenprospekt hervor. Analysten schätzen seinen Wert auf bis zu 160 Milliarden Dollar. Einige Experten halten sogar mehr als 200 Milliarden Dollar für möglich. Die zwei größten Anteilseigner sind Yahoo und der japanische Telekommunikationskonzern Softbank. Das Handelsdebüt Alibabas wird für den Sommer erwartet.

Die wichtigsten Bereiche von Alibaba

Die relative Unbekanntheit hierzulande täuscht über die Bedeutung des Konzerns in China mit seinen 1,35 Milliarden Einwohnern hinweg. Das Unternehmen mit 300 Millionen Kunden und 25.000 Beschäftigten wickelt 80 Prozent aller Internet-Einkäufe in der Volksrepublik ab, die dieses Jahr auf ein Volumen von knapp 300 Milliarden Euro anschwellen dürften. Es mischt aber auch bei Online-Auktionen, Messaging-Diensten und der Zahlungsabwicklung mit. In dem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr konnte Alibaba seinen Nettogewinn auf 3,71 Milliarden Dollar fast verdreifachen. Der Umsatz kletterte um 52 Prozent auf 8,44 Milliarden Dollar.

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Die Nyse mit ihrem berühmten Handelssaal an der Wall Street konnte damit die rivalisierende, rein elektronische Technologiebörse Nasdaq aus dem Feld schlagen. Die beiden Betreiber liefern sich in den USA ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Aktiennotierungen. Chinesische Internetfirmen drängen in New York an die Börse, weil hier die finanzstarken und internetverliebten Investoren sitzen. Umgekehrt sehen US-Investoren große Gewinnmöglichkeiten im chinesischen Markt, der von einheimischen Firmen statt der Schwergewichte des Silicon Valley beherrscht wird.

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