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Geplatzte Börsenfusion Für die Katz

Die Börsenfusion ist geplatzt. Die Börsen-Aktie stieg danach jedoch kräftig an. Wer von der Super-Börsenfusion profitiert hätte und warum es keinen Aktionärsaufstand geben wird.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse AG, Reto Francioni, betritt am ersten Februar in Frankfurt am Main die Bühne. Gerade haben die EU-Wettbewerbshüter ihr Nein zur geplanten Fusion seines Unternehmens mit der New Yorker NYSE Euronext bekannt gegeben. Quelle: dpa

Die ersehnte Fusion mit New York beschäftigte Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni ein Jahr lang. Jetzt hat die EU sie gestoppt, um ein Monopol bei Terminbörsen zu verhindern. Dass die Börsen-Aktie danach kräftig stieg, zeigt deutlich, dass der Deal für Aktionäre kein gutes Geschäft gewesen wäre.

Was nun, Herr Francioni?

Dass er die Aktionäre mit einer Sonderdividende ruhig stellen wird, ist unwahrscheinlich. Die Börse leidet noch unter der Milliardenabschreibung auf die viel zu teuer eingekaufte US-Terminbörse ISE. Sie hat Anleihen über 1,2 Milliarden Euro ausstehen, für eine zahlt sie im Moment 7,5 Prozent Zins - das riecht nicht gerade nach überschüssigem Geld für Aktionäre.

Die Übernahmeversuche der Deutschen Börse

Dass der pflegeleichte Aufsichtsrat dem Vorstand nach den ISE-Abschreibern ein neues Vergütungssystem und damit eine ansehnliche Bonus-Steigerung genehmigte, stößt manchem Aktionär heute noch übel auf.

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Einen Aufstand wie 2004, als Hedgefonds sich die Hauptversammlungsmehrheit zusammenklaubten und Francionis Vorgänger aus dem Amt jagten, wird es dennoch nicht geben. Die Börse ist kein so attraktiver Brocken mehr. Das kann für einen Vorstand, der das mit verursacht hat, ganz beruhigend sein.

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