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Globale Kapitalmärkte Das-Einmal-um-die-Welt-Depot für Anleger

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USA vor der Zinswende

Der Dollar ist weiter stark, aber die US-Wirtschaft lief zuletzt nicht rund. Häufig wird das mit dem harten Winter begründet. Nicht wenige Analysten gehen aber davon aus, dass diese Schwächeperiode nicht nur temporär sein wird. Insbesondere in der Industrie sind die Aufträge mau, das lastet auf den Investitionen und Gewinnen der Unternehmen. Zudem belastet der starke Dollar die Wettbewerbsfähigkeit.

Großaktionär hält Apple-Aktie für unterbewertet

Entscheidend für die Entwicklung wird sein, wann die Fed ihre Zinsen erhöht. Die meisten Beobachter rechnen damit ab September dieses Jahres. Eine Zinserhöhung im Juni gilt dagegen als unwahrscheinlich, noch habe sich der Arbeitsmarkt nicht vollständig erholt, so Fed-Chefin Janet Yellen.

Wer sich nach dem MSCI World richten will, der müsste sich vor allem auf Tech-Aktien wie Papiere von Apple und Microsoft stürzen. Und geht es nach Investor Carl Icahn liegt man damit zumindest im Fall von Apple gar nicht so falsch. Er hält das Papier für „dramatisch unterbewertet“ und fabuliert über einen Preis von 240 Dollar für die Aktie. Aktuell notiert sie mehr als 100 Dollar günstiger.

Was macht Icahn so optimistisch? Der Investor geht davon aus, dass Apple schon 2015 den Fernsehmarkt erobern könnte, bis 2020 komme dann die Dominanz auf dem Automarkt hinzu. Der Investor träumt also vom Apple Car. Auch wenn das noch Fantasien sind, ganz aus der Luft gegriffen scheinen sie nicht. Auf die Frage nach möglichen Produktbereichen sagte ein ranghoher Apple-Manager: „Das Auto ist das ultimative Mobil-Gerät, nicht wahr?“. Näher festlegen wollte er sich aber nicht, man schaue sich eine Menge Märkte an.

Doch selbst für Anleger, die diese Apple Car-Fantasie nicht teilen, ist die Apple-Aktie eine Option für das Rund um die Welt-Depot. Denn in seinem Brief an Apple-Chef Tim Cook hat Icahn erneut versucht, dem Konzernchef Aktienrückkäufe schmackhaft zu machen. Erfolg hatte er damit schon mehrfach, und die Rückkäufe gelten als einer der Gründe für Apples Börsenerfolg. Zudem würden die Chancen für Apple in China weiterhin unterschätzt, erklärt UBS-Analyst Steven Milunovich. Wer die Euphorie von Icahn teilt, wartet auf einen günstigen Moment zum Einstieg und packt Apple ins Welt-Depot.

Asien

In Asien ist es für Investoren gerade spannend.  Grund ist vor allem die zunehmende Öffnung der Börsen in China. Das Land will ausländischen Investoren schrittweise Zugang zu seinen Kapitalmärkten verschaffen. Zunächst birgt das Gefahren, denn Chinas Börse wird derzeit von Privatanlegern dominiert, die kaum Ahnung von Investments haben. Taxifahrer und andere Aktien-Laien zocken, und das quasi im Auftrag der Regierung. A-Aktien an der Börse in Shenzen sind innerhalb eines Jahres um durchschnittlich 150 Prozent gestiegen.

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